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Aber bitte mit Stetson: Europaabgeordneter Elmar Brok (Zweiter von links) war als Ehrengast beim großen Line-Dance-Festival am Wasserschloss Ovelgönne mit von der Partie. Begrüßt wurde er von (von links) Gert Schmidt, Choreograph Adriano Castagnoli sowie Wieland und Janine Peters. - © stoebing
Aber bitte mit Stetson: Europaabgeordneter Elmar Brok (Zweiter von links) war als Ehrengast beim großen Line-Dance-Festival am Wasserschloss Ovelgönne mit von der Partie. Begrüßt wurde er von (von links) Gert Schmidt, Choreograph Adriano Castagnoli sowie Wieland und Janine Peters. | © stoebing

Bad Oeynhausen Elmar Brok kommt im Western-Look zum Festival nach Bad Oeynhausen

Großes Line-Dance-Festival am Wasserschloss Ovelgönne lockt mehr als 300 Besucher aus ganz Europa an. Der scheidende Europaabgeordnete ist Ehrengast - die meisten Autogramme gibt aber ein anderer.

Sonja Töbing
02.06.2019 | Stand 02.06.2019, 15:33 Uhr

Bad Oeynhausen. US-amerikanische Flaggen, Kaktus-Männchen und Cowboy-Hüte, soweit das Auge reicht und das mitten in Eidinghausen. Am Samstag trafen sich 320 internationale Hobby-Tänzer zum großen Line-Dance-Festival am Wasserschloss Ovelgönne. Als Stargast gab sich Europaabgeordneter Elmar Brok die Ehre – natürlich stilecht mit Stetson. „Und wir haben noch einen besonderen Gast, den italienischen Line-Dance-Choreographen Adriano Castagnoli aus Rom", berichtete Organisator Wieland Peters. Der umschwärmte Italiener sei die „Lichtfigur" für alle begeisterten Line-Dancer. Und er hatte für die aus ganz Europa angereisten Besucher zwei Workshops im Gepäck. Da kamen die Teilnehmer bei mehr als 30 Grad Außentemperatur im aufgeheizten Festzelt ganz schön ins Schwitzen. "Line-Dance verbindet - egal welche Sprache man spricht" Shuffles, Kicks, Hooks und viele weitere Figuren und Schrittfolgen galt es zu lernen. In der Pause ließ es sich Adriano Castagnoli nicht nehmen, unzählige Cowboy-Hüte seiner vor allem weiblichen Fans zu signieren. Nach der erfolgreichen Festival-Premiere vor drei Jahren freute es Wieland Peters und seine ebenso tanzbegeisterte Tochter Janine von der Tanzgruppe „Revelers" sehr, dass sich die Firma Kögel-Bau noch einmal dazu bereit erklärt hatte, das Gelände am Schloss Ovelgönne für die Line-Dancer kostenlos zur Verfügung zu stellen. „Eines unserer Mitglieder, Gert Schmidt, arbeitet für das Unternehmen und hat den Kontakt hergestellt", sagte Wieland Peters. Ein weiteres großes Dankeschön gelte der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford, die das Festival sponserte. Brok hat seine Cowboystiefel zu Hause gelassen Und dann sei da natürlich noch Elmar Brok, Europaabgeordneter und Schirmherr der Veranstaltung. „Line-Dance verbindet Menschen auf der ganzen Welt. Egal, welche Sprache du sprichst: Sobald die Musik erklingt, weiß jeder sofort, welche Choreographie dazu passt. Diese besondere Art der Völkerverständigung gefiel Elmar Brok sofort", erzählte Peters. Umso mehr freuten sich die unter anderem aus Finnland, Spanien, Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz angereisten Tänzerinnen und Tänzer, als der bekannte Politiker am späten Samstagnachmittag das Festzelt betrat – mit edlem braunen Stetson. „Den habe ich in Texas gekauft. Meine Cowboy-Stiefel habe ich heute aber zu Hause gelassen", erzählte Brok. Zum Tanzen ließ er sich zwar nicht bewegen, aber er plauderte mit den vielen Gästen. Bis nach Mitternacht wurde getanzt Auch die Diakonische Stiftung Wittekindshof war mit einem Stand vertreten. Melanie Backs, Karin Poad und Eva-Maria Kern bemalten Baumscheiben mit bunten Westernmotiven. „Die Scheiben können als Andenken gekauft werden. Der Erlös kommt dem Wittekindshof zugute", betonte Wieland Peters. Bis kurz nach Mitternacht brachten die Line-Dancer den Holzboden im Festzelt zum Beben. Die Lieder hatten die Teilnehmer vor dem Festival mittels Umfrage festgelegt. Ob es in drei Jahren eine Neuauflage der Veranstaltung geben wird, weiß Wieland Peters noch nicht. „Angesichts der positiven Resonanz ist das aber denkbar."

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