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Sondergenehmigung: Seit Monaten ziert dieser Müllcontainer vor dem Hohenzollernhof die Innenstadt. Die Stadtverwaltung versichert, das sei nur ein Provisorium. - © Thorsten Gödecker
Sondergenehmigung: Seit Monaten ziert dieser Müllcontainer vor dem Hohenzollernhof die Innenstadt. Die Stadtverwaltung versichert, das sei nur ein Provisorium. | © Thorsten Gödecker

Bad Oeynhausen Müll-Lager in der Bad Oeynhausener Innenstadt

Vor dem Hohenzollernhof dient ein Container seit Monaten als "Provisorium". Das ist eine Folge der Sanierung der Viktoriastraße

Thorsten Gödecker
30.05.2019 | Stand 29.05.2019, 20:33 Uhr

Bad Oeynhausen. Als die Hohenzollern noch im Hohenzollernhof Hof hielten, hätte es wohl kein preußischer Beamter gewagt, eine solche Sondernutzungsgenehmigung für den Prachtboulevard, die Herforder Chaussee, zu erteilen. Das ist nun anders. Die Chaussee ist zur Straße geschrumpft und die einstige Pracht bröckelt. Deshalb ist es möglich, dass mitten auf dem Bürgersteig, zwischen der Viktoria- und der Klosterstraße, nun ein rostroter Container steht, in dem offensichtlich die Mieter und Pächter des Hohenzollernhofes ihren Müll entsorgen. Damit aber nicht Unbefugte mitten in der Innenstadt auf die Idee kommen, es handle sich um eine überdimensionierte öffentliche Mülltonne, schützt ein Zaun den Container vor unbefugter Nutzung. Ein Banner wirbt noch für die Firma, die die Viktoriastraße gepflastert hat und zahlreiche, in Heimarbeit gefertigte Schilder verbieten das Anschließen von Fahrrädern. Gaumenschmaus mit Blick auf Mülltüten Der Zugang zum Container scheint zeitlich beschränkt und so sammeln sich an Wochenenden die Müllbeutel vor dem Zaun. In Rufweite bietet ein italienisches Restaurant seine Spezialitäten auch in seiner Außengastronomie an - Gaumenschmaus mit Blick auf Mülltüten. Die Verwunderung über die merkwürdige Installation gegenüber dem Bahnhof ist den Gästen der Kurstadt ins Gesicht geschrieben. Kopfschüttelnd weichen sie vom Bürgersteig auf die Herforder Straße aus, um das Hindernis möglichst weiträumig zu umgehen. Ende Juni soll der Container verschwunden sein "Spätestens Ende Juni wird der Container wieder verschwunden sein", versichert Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich auf NW-Anfrage. Es bestehe für den Inhaber des Hohenzollernhofes, Karl-Ludwig Meyer, eine Genehmigung, den Container dort aufzustellen, bestätigt Müller-Ulrich. Das sei nötig geworden, weil bei der "Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Viktoriastraße", wie die Neupflasterung offiziell heißt, ein Niveauunterschied zwischen Pflaster und Tiefgaragenzufahrt des Hohenzollernhofes entstanden sei. Der müsse nun behoben werden, sagt Müller Ulrich. Derzeit kann der Eigentümer den Container - wie bis zur Pflasterung der Viktoriastraße üblich - nicht im Keller seines Gebäudes aufstellen. Man warte nun nur noch darauf, dass die Mindener Firma Rasche, die am Container für ihre Dienste wirbt, nun auch diese Restarbeit noch erledige.

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