So soll das Endprodukt aussehen. Die alte Firmenzentrale wird mit einem "Skywalk" mit dem Neubau verbunden. - © Atelier für Architekturdarstellung Dipl.Ing. (FH) Architektur Günter Nakotte
So soll das Endprodukt aussehen. Die alte Firmenzentrale wird mit einem "Skywalk" mit dem Neubau verbunden. | © Atelier für Architekturdarstellung Dipl.Ing. (FH) Architektur Günter Nakotte

Bad Oeynhausen Neue Zentrale von Kögel entsteht in wenigen Monaten

Regierungschefin Marianne Thomann-Stahl besichtigt das Bauunternehmen, das seit März ein neues Bürogebäude für den Eigenbedarf baut. Bei den Planungen stehen die Arbeitsbedingungen der Zukunft im Fokus

Noah Matzat
15.05.2019 | Stand 16.05.2019, 18:50 Uhr

Bad Oeynhausen. Geräusche von Metall, das auf Metall schlägt, Bauarbeiter, die mit weißen Helmen auf dem Kopf über die Baustelle huschen, das Kreischen von Sägen, und staubige Baustellenluft. In einer Rohversion steht die neue Zentrale der Firma Kögel Bau schon, in den kommenden Wochen wird das Bürogebäude fertiggestellt.

Die Regierungschefin Marianne Thomann-Stahl (FDP) schaute sich nun auf der Baustelle des Unternehmens, das 2018 sein 50-jähriges Jubiläum feierte, um und lobte die Zukunftsfähigkeit der neuen Räumlichkeiten. Bei der Bezirksregierung Detmold hänge man in diesem Punkt hinterher.

Die Angestellten erarbeiten selbst, in was für Räumen sie arbeiten wollen

Projektleiter Toni Mercaldi von Kögel zeigt die Pläne, die das fertige Gebäude zeigen. "Das wird aber richtig schick", sagt Thomann-Stahl als erstes Urteil. Aber hinter den Plänen versteckt sich mehr als nur ein schickes Aussehen. Die Mitarbeiter des Unternehmens, das in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist und seine Mitarbeiterzahl in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hat, hätten selbst erarbeitet, wie die Büroräume aussehen sollen und welche Anforderungen sie erfüllen müssen, sagt Geschäftsführer Frank Kögel.

Besichtigungstermin der Regierungschefin in dem neuen Bau: Projektleiter Toni Mercaldi (v. l.), Josef Wegener von der Bezirksregierung Detmold, Marianne Thomann-Stahl, Regierungschefin, Peter Kögel, Sebastian Kögel und Geschäftsführer Frank Kögel. - © Noah Matzat
Besichtigungstermin der Regierungschefin in dem neuen Bau: Projektleiter Toni Mercaldi (v. l.), Josef Wegener von der Bezirksregierung Detmold, Marianne Thomann-Stahl, Regierungschefin, Peter Kögel, Sebastian Kögel und Geschäftsführer Frank Kögel. | © Noah Matzat


"Heraus kam, dass wir auf transparente Büros setzen, die diesen Open-Space-Gedanken ausdrücken. Die Arbeitswelt verändert sich und wir wollen die Investition hier auch für die zukünftigen Generationen tätigen", sagt Kögel. Bei eben dieser Investition mit rund vier Millionen Euro habe man nichts überstürzen wollen.

Schon vor einigen Jahren habe es einen Wettbewerb gegeben, wie der fertige Bau aussehen soll. "Wir waren aber nicht zu einhundert Prozent zufrieden und haben gezögert", sagt der Geschäftsführer. Kögel wolle zeigen, wie man richtig baut und sich dabei zukunftsgerichtet aufstellt.

Terrasse, Marktplatz und Cafeteria im Erdgeschoss

Auf drei Etagen plus Erdgeschoss entsteht seit Anfang März also eine rund 2.000 Quadratmeter große Bürofläche mit 30 bis 40 Arbeitsplätzen pro Ebene. Dabei sind auch eine Terrasse, ein Marktplatz und eine Cafeteria geplant. Der Marktplatz sei so angelegt, dass sich die Mitarbeiter aus den verschiedenen Abteilungen des Hauses begegnen, austauschen und vernetzen können, sagt Projektleiter Toni Mercaldi. Er hat ein Auge auf alles, was auf der Baustelle passiert.

"Der Bau an sich geht relativ schnell. Wir haben 12 Wochen für vier Etagen gebraucht. Das ist schon ein beachtliches Tempo." Es sei sogar etwas zu schnell gewesen, denn Zulieferer wären mit ihren Produkten teilweise nicht hinterhergekommen, sagt Mercaldi. Es zeichnet sich auch schon eine Endphase des Bauvorhabens ab. Am Donnerstag, 23. Mai, feiert Kögel das Richtfest des neuen Gebäudes.

Der Rohbau ist so weit, dass Kögel in der nächsten Woche Richtfest feiern kann. - © Noah Matzat
Der Rohbau ist so weit, dass Kögel in der nächsten Woche Richtfest feiern kann. | © Noah Matzat


Marianne Thomann-Stahl ist von dem Vorhaben beeindruckt: "Bei solchen offenen und variabel angelegten Arbeitsplätzen können wir bei der Bezirksregierung nicht mithalten." Bei Arbeitsgruppen zum Bau der A33 zum Beispiel zum Beispiel hätten einfach die Räumlichkeiten gefehlt. Bei Arbeitsgruppen von so einer Größe seien die alten Büros in Detmold an ihre Grenzen gestoßen. "Bleibt ja immer noch die Möglichkeit, dass wir für die Regierung neu bauen", sagt Frank Kögel scherzhaft. So einfach gehe das nicht, sagt Thomann-Stahl: "Wir hängen am Tropf des Steuerzahlers, deshalb müssen wir da die Füße still halten."

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