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Geballtes Wissen: In dem Container werden die Schüler in das digitale Zeitalter geführt. - © FOTO: DIGITALWERKSTATT
Geballtes Wissen: In dem Container werden die Schüler in das digitale Zeitalter geführt. | © FOTO: DIGITALWERKSTATT

Bad Oeynhausen Ein Container voller digitalem Know-how macht Station in Bad Oeynhausen

Das NRW-Schulministerium will die Medienkomeptenz der Kinder fördern. Die Altstadtschule ist kreisweit einzige Station des Projekts.

12.05.2019 | Stand 12.05.2019, 12:20 Uhr

Filme drehen, Roboter bauen und programmieren – all das und noch viel mehr stand auf dem Stundenplan von Schülerinnen und Schülern der Grundschule Altstadt. Von Montag bis Freitag hat die mobile Digitalwerkstatt dort Station gemacht. Das NRW-Schulministerium will mit diesem Angebot junge Schülerinnen und Schüler spielerisch an den Unterricht in einer digitalisierten Welt heranführen. Bürgermeister Achim Wilmsmeier freute sich beim Besuch der Abschlussveranstaltung darüber, dass Bad Oeynhausen damit die vorerst kreisweit einmalige Chance hatte, die Digitalwerkstatt zu Gast zu haben. Gemeinsam mit dem für die Schulen zuständigen Beigeordneten Bürgerdienste, Stefan Tödtmann, und Mitgliedern des Schulausschusses konnte er sich bei der Abschlussveranstaltung davon überzeugen, dass die Digitalwerkstatt eine hervorragende Chance ist, die Medienkompetenz der Kinder verantwortlich zu fördern. „In der digitalen Welt ist es wichtig, dass die Kinder möglichst früh lernen, mit Smartphone, Tablett und PC richtig umzugehen", sagte er in seiner kurzen Ansprache in der Turnhalle der Grundschule Altstadt. Mit einem Augenzwinkern in Richtung der Erwachsenen fügte er hinzu, dass früher für die Lehrerinnen und Lehrer ein Overheadprojektor schon der absolute Fortschritt gewesen sei. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gäste mit einem Lied begrüßt, in dem es um ihre Welt und ihren Umgang mit digitalen Medien ging. Nach kurzen Grußworten standen dann aber die Schüler im Mittelpunkt, die ihre Ergebnisse der Digitalwerkstatt den „Großen" vorstellen konnten, entweder einen Programmierten Roboter auf dem Boden der Turnhalle oder im Container der Digitalwerkstatt. Vor allem dort nahm sich Achim Wilmsmeier Zeit für die Schülerinnen und Schüler, denn jedes Projekt, dass in Zweiergruppen erstellt wurde, hatte seinen eigenen Charme und selbstverständlich wollten alle Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse ganz ausführlich präsentieren. 20 Meter langer Truck Die mobile Digitalwerkstatt ist ein zwölf Meter langer und 20 Tonnen schwerer Truck, in dem Schülerinnen und Schüler ausprobieren können, welche Möglichkeiten die Digitalisierung bietet. Dabei sollen sie eigene Projekte erstellen und zum Abschluss der Woche präsentieren. Die Digitalwerkstatt ist ein gemeinsames Projekt vom NRW-Schulministerium in Zusammenarbeit mit der HABA Digital GmbH, die den kreativen Bildungs- und Erfahrungsraum rund um das digitale Lernen entwickelt hat. Der Truck wird in den nächsten Monaten Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen besuchen. Im Kreis Herford und in Bielefeld war die Werkstatt bereits im vergangenen Dezember unterwegs. Geschulte Medienpädagogen vermitteln den Schülerinnen und Schülern Medienkompetenz, zeigen ihnen Chancen der Digitalisierung auf und sensibilisieren sie für Risiken der Mediennutzung. Darüber hinaus gibt es im Rahmen der Projektwochen auch Informationsveranstaltungen für Lehrkräfte und Eltern. Kommende Woche macht der Truck in Gelsenkirchen Station. „Wir haben uns sehr gefreut, als wir erfahren haben, dass die mobile Digitalwerkstatt ihre Station im Kreis Minden-Lübbecke hier bei uns an der Grundschule Altstadt macht", sagte Schulleiterin Simone Günther in ihrer Begrüßung der Gäste. Ein weiterer Besuch im Kreisgebiet sei erst mal nicht vorgesehen.

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