Zufrieden: Edith Sander (v.l.), Reiner Kiel und Sylvia Blase haben ihre Schmerzen in den Griff bekommen. Darüber freuen sich Kathleen Lummer, Leitende Ärztin, Hans-Leo Schumacher, Psychologischer Psychotherapeut, Susanne Sukowski, Ärztin für Anästhesiologie, und Mathias Emmerich, Direktor des Instituts für Anästhesiologie und Intensivmedizin. ?Foto: MKK - © Mühlenkeiskliniken
Zufrieden: Edith Sander (v.l.), Reiner Kiel und Sylvia Blase haben ihre Schmerzen in den Griff bekommen. Darüber freuen sich Kathleen Lummer, Leitende Ärztin, Hans-Leo Schumacher, Psychologischer Psychotherapeut, Susanne Sukowski, Ärztin für Anästhesiologie, und Mathias Emmerich, Direktor des Instituts für Anästhesiologie und Intensivmedizin. ?Foto: MKK | © Mühlenkeiskliniken

Bad Oeynhausen Erfolgreiche Therapie

Krankenhaus Bad Oeynhausen: Patienten mit chronischen Schmerzen haben neue Lebensqualität

Bad Oeynhausen (nw). Manchmal dauert ihre Leidensgeschichte schon fast ein ganzes Leben lang: Schmerzpatienten. So wie Reiner Kiel. Schon als junger Mann litt der heute 78-Jährige unter Rückenschmerzen. „Die ganze Palette an Behandlungsmöglichkeiten“ liege hinter ihm, so sagt er. Tabletten. Spritzen. Massagen. Gymnastik. Kuren. Geholfen habe es ihm nicht – nicht dauerhaft, jedenfalls. Nachts sei er vor Schmerzen aufgewacht, von Lebensqualität habe keine Rede mehr sein können. Das ist jetzt anders. Kiel hat am Krankenhaus Bad Oeynhausen die Multimodale Schmerztherapie genutzt. 16 Tage dauerte die Therapie, mit der sich für Reiner Kiel alles änderte: „Ich bin ein neuer Mensch“, sagt er. Die Schmerzen seien nicht völlig verschwunden, aber die Intensität sei eine völlig andere. „Und ich bin auch psychisch wesentlich besser drauf“. Ganz ähnlich ist es Edith Sander (80) ergangen, die das Krankenhaus Bad Oeynhausen mit chronischen Schmerzen im Lendenwirbelbereich aufsuchte und nach der Multimodalen Schmerztherapie „endlich wieder aufatmen“ konnte: „Meine Familie hat mich kaum wiedererkannt.“ Reiner Kiel und Edith Sander sind keine Einzelfälle. Das belegt eine wissenschaftliche Untersuchung, die am Krankenhaus Bad Oeynhausen durchgeführt wurde. Unter den ersten 41 Patienten, die vom 16. Oktober 2017 bis zum 28. Mai 2018 an einer Gruppe zur Multimodalen Schmerztherapie teilnahmen, wurde jeweils sechs Monate nach Therapieende noch einmal eine Nachbefragung durchgeführt. 31 Patienten antworteten. Am Ende ihrer Behandlung hatten die Patienten ihre Schmerzen im Durchschnitt als um 40 Prozent gebessert eingeschätzt und den Erfolg der Behandlung als „gut“ bewertet. Sechs Monate später hatten die Schmerzen der Patienten zwar wieder geringfügig zugenommen, waren aber immer noch signifikant geringer als zu Beginn ihrer Therapie. Die Werte für die psychische Lebensqualität waren sogar noch ein wenig gestiegen. Das wissenschaftlich fundierte Resümee der Befragung: Bei verbliebenen Restbeschwerden gelingt es den Patienten nach der Multimodalen Schmerztherapie deutlich besser, mit ihren Belastungen umzugehen. Auf diesen Erfolg ist man am Krankenhaus Bad Oeynhausen zu Recht stolz: „Auf diese Zahlen hatten wir gehofft“, freut sich Mathias Emmerich, Direktor des Instituts für Anästhesiologie und Intensivmedizin, dem die Multimodale Schmerztherapie angehört, über das positive Ergebnis. ´ Die Anmeldung kann durch niedergelassene Ärzte oder persönlich durch den Patienten erfolgen. Voraussetzungen für eine Aufnahme sind u.a,. eingeschränkte Lebensqualität und/oder drohender Verlust der Arbeitsfähigkeit, fehlgeschlagene Vortherapien oder -operationen, Medikamentenmissbrauch bzw. -fehlgebrauch, gravierende körperliche Erkrankung oder schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung. Infos unter Tel. (0 57 31) 77 28 14 72.

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