Dauern zwei Stunden: Die Rundgänge führen vom Kaiserhof über die Weserbrücke zu den ehemaligen Arbeitsorten der KZ-Häftlinge. Auch der Jakobsberg bildet eine Station. Foto: privat - © pr
Dauern zwei Stunden: Die Rundgänge führen vom Kaiserhof über die Weserbrücke zu den ehemaligen Arbeitsorten der KZ-Häftlinge. Auch der Jakobsberg bildet eine Station. Foto: privat | © pr

Porta Westfalica Sonntagsführungen an NS-Terror-Gedenkstätte

Großes Interesse: Verein erweitert sein Informationsangebot

11.01.2019 | Stand 11.01.2019, 17:43 Uhr

Kreis Minden-Lübbecke (mt/dh). Der Verein KZ-Gedenk-und-Dokumentationsstätte Porta Westfalica bietet im neuen Jahr auch an mehreren Sonntagen Rundgänge an. Die Gästeführer des Vereins haben von Januar bis Ende April insgesamt 15 Termine festgelegt. Wie im vergangenen Jahr sind die Experten am zweiten und vierten Samstag eins Monats unterwegs, der Auftakt erfolgt am Samstag, 12. Januar, um 11 Uhr am früheren Hotel Kaiserhof in Barkhausen. ´ Die Termine in der Übersicht: Samstag, 12. und 26. Januar, sowie Sonntag, 27. Januar; Samstag, 9. und 23. Februar, sowie Sonntag 10. und 24. Februar; Samstag, 9. und 23. März, sowie Sonntag, 10. und 24. März; Samstag, 13. und 27. April sowie Sonntag, 14. und 28. April. Beginn ist jeweils um 11 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, aber erwünscht. Die Anmeldung kann per E-Mail an rundgaenge@ gedenkstaette-porta.de erfolgen. In der zwei bis zweieinhalb Stunden dauernden Führung erhalten die Teilnehmenden fundierte Informationen über die drei Außenlager mit der Untertageverlagerung Dachs 1 im Jakobsberg. Eine zentrale Rolle in den Vorträgen spielt das Leiden der KZ-Häftlinge, die in den Lagern an der Porta Westfalica unter grausamen Bedingungen zur Arbeit gezwungen wurden und in erschütterndem Ausmaß Hunger, Krankheiten und Gewalt ausgesetzt waren. Speziell qualifizierte Gästeführer leiten die Rundgänge. Sie haben sich mit der Portaner KZ-Geschichte intensiv auseinandergesetzt und werden kontinuierlich auch im Hinblick auf wissenschaftlich gesicherte Fakten weitergebildet, berichtet der Verein. Die Rundgänge führen vom Kaiserhof aus über die Weserbrücke zu den ehemaligen Arbeitsorten der Häftlinge am Jakobsberg. Der Rundgang endet am Mahnmal am Grünen Markt in Hausberge. Da es ein Stück des Weges den Jakobsberg hinauf- und wieder hinuntergeht, sollten die Teilnehmenden trittsicher sein und gutes Schuhwerk tragen. Der Vorplatz der ehemaligen Untertageverlagerung Dachs 1 wird während der Führung besucht, nicht eingeschlossen ist jedoch eine Besichtigung der Anlage im Innern des Jakobsberges. Hierfür bietet der Verein spezielle Führungen an, zu der sich Interessenten unter dachs1@gedenkstaette-porta.de separat anmelden können. Annähernd 250 Männer und Frauen haben an zehn Rundgängen seit Herbst letzten Jahres teilgenommen, berichtet Thomas Lange, Geschäftsführer des Vereins: „Wir hatten sechs Termine eingeplant. Doch unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen." Mit vier Zusatzterminen trug der Verein dem großen Interesse Rechnung und bietet nun auch sonntags die Rundgänge an.

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