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Wollen aufmerksam machen: Kristin Krahe (v. l.), Olga Löwen mit ihren beiden Kindern Elodie und Maik, Margret Wintermeyer und Jana Strelow haben in der Innenstadt mittels Kreide auf die Situation der Therapeuten aufmerksam gemacht. Foto: Nicole Sielermann - © Nicole Sielermann
Wollen aufmerksam machen: Kristin Krahe (v. l.), Olga Löwen mit ihren beiden Kindern Elodie und Maik, Margret Wintermeyer und Jana Strelow haben in der Innenstadt mittels Kreide auf die Situation der Therapeuten aufmerksam gemacht. Foto: Nicole Sielermann | © Nicole Sielermann

Bad Oeynhausen Kreideaktion gegen Missstände

Therapeuten am Limit: Heimische Mitarbeiter aus den Gesundheitsberufen machen Passanten in der Innenstadt auf die schlechten Bedingungen für Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden aufmerksam

Nicole Sielermann
27.08.2018 | Stand 26.08.2018, 16:53 Uhr
Bad Oeynhausen. Schlechte Vergütung, selbstfinanzierte Ausbildung, teure Fortbildungen, immer mehr Berufsaussteiger und sinkende Schülerzahlen, Praxisschließungen und ein hoher bürokratischer Aufwand – seit Wochen machen die Therapeuten in Deutschland auf die Missstände in ihren Berufen aufmerksam (die NW berichtete). Am Wochenende waren einige heimische Ergo- und Physiotherapeuten im Rahmen einer bundesweiten Kreideaktion in der Innenstadt unterwegs. „Therapeuten am Limit“ – der Schriftzug ziert nun Fußgängerzone und Kurpark.

Die Therapeuten arbeiten am Limit. Dabei sind Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden aus der ambulanten und stationären Versorgung nicht wegzudenken. Erst ihr Einsatz reduziert volkswirtschaftliche Kosten – verringern sie doch Krankheitstage und Folgeschäden. Und trotzdem gehören zum Beispiel Physiotherapeuten zu den Angehörigen der 20 am schlechtesten vergüteten Berufe in Deutschland. Durchschnittlich 2.200 Euro brutto verdient ein Therapeut – viele noch weniger. Immer weniger junge Menschen entscheiden sich aufgrund der schlechten Bezahlung für einen therapeutischen Beruf.

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