Ganz engagiert: Dagny Wittemeier hat sich an der Organisation beteiligt. Gestern verkaufte sie Jubiläumsartikel . - © Heidi Froreich
Ganz engagiert: Dagny Wittemeier hat sich an der Organisation beteiligt. Gestern verkaufte sie Jubiläumsartikel . | © Heidi Froreich

Bad Oeynhausen Jubiläumsfest drinnen statt draußen

Immanuel-Kant-Gymnasium: Wetter zwingt zu vielen Programmänderungen beim Sport- und Schulfest anlässlich des 125-jährigen Schulbestehens

Heidi Froreich

Bad Oeynhausen. Der von Gartenbesitzern und Landwirten sehnsüchtig erwartete Regen kam für Christian Elges zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Seit Monaten hatte der Sportlehrer das Sportfest des Immanuel-Kant-Gymnasiums zum 125-jährigen Bestehen der Schule geplant und dafür den Sportplatz als zentrale Anlage ausgewählt. „Unzumutbar" fand Elges dann gestern morgen die äußeren Bedingungen– und holte Plan B aus dere Tasche. „Drinnen statt draußen" war die neue Devise. In den beiden Sporthallen des Schulzentrums Süd und der Kreisberufsschule traten die rund 1.000 Schüler zum sportlichen Vergleich an. „Immer mit Ball" beschreibt Elges das gemeinsame Merkmal aller Wettspiele. Neben den Klassikern Völkerball, Basketball und Faustball wurde auch 8-er-Ball, Wandball, Dodgeball und Taikashi gespielt. Schwere Spielregeln Dabei gilt es einen Parcours zu überwinden und sich dabei nicht von einem Ball der gegnerischen Mannschaft treffen zu lassen. „Ganz schön schwer" finden Giona Herbrock und Rebekka Dankemeyer die Spielregeln, Die beiden Siebtklässlerinnen sind im übrigen ganz froh über den Regen und die Programmänderung: „Da müssen wir nicht zum Staffellauf antreten". Auch den Achtklässlern Matti Buschjost und Felix Reiß kommt der Regen ganz gelegen: „Sonst wären wir draußen so ins Schwitzen gekommen". Hitzig wird es für sie später trotzdem – weil es am Nachmittag mit dem Schulfest weitergeht und die eine oder andere Aktivität durchaus Anstrengungen erfordert. Auch dessen Organisatorin Erika Keisemann-Zach muss zum Plan B greifen – und deshalb viele, seit Monaten geplante Programmpunkte in Klassenräume und Flure verlegen. Etliche sportliche Aktionen wie Tauziehen, Sackhüpfen, Limbo und Bobbycar-Rennen waren draußen auf dem großen Schulhof geplant und werden nun wetterbedingt ebenfalls drinnen durchgeführt. „Echt schade" finden das Ben Witte und Marcnel Bathe. Die beiden Neuntklässler treten beim Rennen mit dem Bobbycar gegeneinander an und müssen auf dem engen Flur nicht nur auf zwei weitere Gegner verzichten. „Draußen hätten wir auch eine kleine Abfahrt gehabt". Limbo-Tanz im Klassenzimmer Paula Schöttker tanzt den Limbo jetzt im Klassenzimmer. „Der Untergrund ist hier besser", lobt sie die Verlegung. Und noch ein Vorteil: Im Raum klingt der Beifall der Zuschauer viel lauter. Wie geplant stehen die Verkaufsstände für Speisen und Getränke in der Pausenhalle. Für die Leckereien sind die Zehnt- und Elftklässler verantwortlich. „Alle Klassen haben eigene Ideen entwickelt und umgesetzt", sagt Erika Keisemann-Zach und erstreckt ihren Dank auch auf die engagierte Mutter Dagny Wittemeier, die sie bei der Organisation maßgeblich unterstützt hat. „Wir haben hier ein tolles Jubiläumsteam", lobt Schulleiter Tom van de Loo. Die wetterbedingten Veränderungen findet er zwar bedauerlich, lässt aber keinen Zweifel daran, dass ihm auch Plan B gefallen hat: „Hier war alles perfekt organisiert". Und deshalb gibt es auch schon einen Ausweichtermin für einen ganz ausgefallenen Programmpunkt: Am Freitag sollen alle Schüler und Lehrer fotografiert werden. Die Wetteraussichten sind gut, einen Plan C gibt es jedenfalls nicht.

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