Kunterbunt: Die Regenbogenfahrer haben nicht nur ein farbenfrohes Trikot an, sondern verkörpern auch eine frohe Botschaft: Alle Radfahrerinnen und Radfahrer haben den Krebs besiegt und geben auf ihrer Fahrradtour von Hamburg nach Kassel kranken Patienten Mut und Hoffnung. - © Katharina Mengel
Kunterbunt: Die Regenbogenfahrer haben nicht nur ein farbenfrohes Trikot an, sondern verkörpern auch eine frohe Botschaft: Alle Radfahrerinnen und Radfahrer haben den Krebs besiegt und geben auf ihrer Fahrradtour von Hamburg nach Kassel kranken Patienten Mut und Hoffnung. | © Katharina Mengel

Bad Oeynhausen Bad Oexen: Regenbogenradfahrer machen Station in der Klinik

Ehemalige Krebskranke geben Patienten Hoffnung und sprechen ihnen Mut zu

Katharina Mengel
24.08.2016 | Stand 23.08.2016, 19:29 Uhr

Bad Oeynhausen. "Wir sind mega fit", spricht Alexander Bahn für die Regenbogenradfahrer, die auf ihrer Strecke von Hamburg nach Kassel Station in der Klinik Bad Oexen gemacht haben. Hinter diesem einfachen Satz steht eine riesige Bedeutung: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind alle ehemalige Krebspatienten, die geheilt wurden und nun die Kraft haben, Hunderte Kilometer innerhalb von einer Woche auf dem Rad hinter sich zu bringen. Pünktlich um 13.15 Uhr trafen die Radfahrer gestern im Kinderdorf der Klinik ein. Die Gruppe konnte während der Tour anhand ihres bunten Trikots gut erkannt werden. Nachdem sie durch die Allee im Park von Bad Oexen fuhren und dort von einigen Kinderpatienten mit freudestrahlenden Augen begrüßt wurden, empfing sie die Klinikleiterin Susanne Schulte. Neben den Grußworten von Bürgermeister Achim Wilmsmeier kam auch der leitende Kinder- und Jugendarzt Konstantin Krauth zu Wort: "Der Kern der Tour ist, dass ihr den jetzigen jungen Patienten die Hoffnung gebt und zeigt, dass aus ihnen ehemalige Patienten werden können und sie auch eines Tages bei eurer Tour mitfahren können." Auch Schulte betonte, wie wichtig es sei, dass die geheilten Krebspatienten den Patienten in der Klinik Mut zusprechen und ihnen zeigen, dass auch sie wieder gesund werden können. Die Brüder David und Lukas Schachtschneider aus München fahren dieses Jahr zum zweiten Mal mit. Beide waren an Leukämie erkrankt, genau wie ihr Vater, der allerdings daran verstarb. Und doch konnten die Geschwister geheilt werden - auch sie waren Patient in der Klinik Bad Oexen. Bei der Regenbogenfahrt fahren sie in einer großen Gemeinschaft, bei der jeder ähnliche Erfahrungen gesammelt hat und jetzt so viel Kraft hat, um die lange Fahrradtour durchzustehen. "Die Ärzte sind fachlich sehr stark. Wir können unseren Beitrag leisten, indem wir als damals Selbstbetroffener direkten Zugang zu den heutigen Patienten haben", erklärt der 20-jährige Lukas. Die beiden Jungs wissen, wie es ihrer Mutter früher ging und geben Eltern der krebskranken Kinder heute wichtige Hinweise. "Mut zu machen und Kindern und Eltern Hoffnung zu geben, das ist der Grund, warum wir bei der Regenbogenfahrt mitmachen", fasst David zusammen.

realisiert durch evolver group