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Die Stimme: Die in Sambia geborene Sängerin Bwalya hat auch schon vor Präsidenten und Kanzlern gesungen. - © Thorsten Gödecker
Die Stimme: Die in Sambia geborene Sängerin Bwalya hat auch schon vor Präsidenten und Kanzlern gesungen. | © Thorsten Gödecker

Bad Oeynhausen 1.500 Besucher beim Konzert der Big Band der Bundeswehr im Kurpark

Erfolg trotz Sommerregens

Jörg Stuke
07.06.2016 | Stand 08.06.2016, 07:47 Uhr |
Gute Laune im Regen: Die Big-Band der Bundeswehr spielte am Ende doch noch vor recht großer Kulisse im Kurpark. Unser Foto zeigt eine auf den ersten Blick verwirrende Perspektive: Die Zuschauer im Hintergrund wurden von der Bühne aus gefilmt und auf eine große Leinwand hinter der Band projiziert. Fotos: Thorsten Gödecker - © Thorsten Gödecker
Gute Laune im Regen: Die Big-Band der Bundeswehr spielte am Ende doch noch vor recht großer Kulisse im Kurpark. Unser Foto zeigt eine auf den ersten Blick verwirrende Perspektive: Die Zuschauer im Hintergrund wurden von der Bühne aus gefilmt und auf eine große Leinwand hinter der Band projiziert. Fotos: Thorsten Gödecker | © Thorsten Gödecker

Bad Oeynhausen. Ihr Auftrag: gute Unterhaltung. Ihre Waffen: Trompeten, Posaunen, Gitarren und Trommeln. Ihr Gegner: das Wetter. Denn pünktlich anderthalb Stunden vor Beginn des Open-Air-Konzertes der Big Band der Bundeswehr begann ein erfrischender Sommerregen. Und der gab sich Dienstagabend auch erst nach einer Stunde Konzert gegen 21 Uhr geschlagen.

„Sommer-Open-Air": Da musste Bandleiter Timor Oliver Chadik lachen angesichts des geschlossenen Daches aus Regenschirmen, auf das er von der Bühne blickte. Der Oberstleutnant gab forsch den Takt an zu einem Duke-Ellington-Medley. Und als schließlich Sängerin Bwalya mit ihrer kraftvollen Stimme im Salsarhythmus behauptete, das Leben sei ein Karneval, da da hatte der fiese ostwestfälische Schnürregen seinen Kampf gegen die gute Laune endgültig verloren.

Und immer mehr Zuschauer kamen schließlich doch noch in den Kurpark, so dass Carsten Dehne, Chefredakteur von Radio Westfalica und Moderator des Konzertes, die Gästezahl mutig auf 1.500 schätzte.

„Wir wissen, wie toll die Band ist", sagten Heike Soll und Lars Bradtmöller. Sie hörten die Big Band der Bundeswehr schon zum vierten Mal. Deshalb war es für sie keine Frage, trotz des anfänglichen Regens in den Kurpark zu kommen.

Jugendlicher Überschwang klang mit, wenn Marvin Thyssen urteilte: „Das ist einfach geile Musik." Sarah Billard hatte es vor allem Sängerin Bwalya angetan. „Die hat einfach eine tolle Stimme", fand sie. Dennoch: Wäre das Wetter gut gewesen – wie noch am Mittag prophezeit – es wären sicher zwei bis drei Mal so viele Zuhörer in den Kurpark gekommen. Und da der Eintritt zum Konzert frei war, die Besucher aber um Spenden gebeten wurden, dürfte der Erlös auch entsprechend geringer ausfallen als bei den Konzerten der Bundeswehrband 2008 und 2012 im Kurpark, als insgesamt 40.000 Euro zusammenkamen. Deshalb hatte Carsten Dehne zu Beginn des Konzertes auch angekündigt, dass Radio Herford und Radio Westfalica, die das Konzert veranstalteten, diesmal auf ihre Spendenhälfte für die Aktion „Lichtblicke" verzichten werden.

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