Symbolisches Rot bei der letzten Fahrt: Die Museums-Eisenbahn Minden kann 2016 nicht mehr Kleinenbremen anfahren. - © Ingrid Schütte/MEM
Symbolisches Rot bei der letzten Fahrt: Die Museums-Eisenbahn Minden kann 2016 nicht mehr Kleinenbremen anfahren. | © Ingrid Schütte/MEM

Kreis Minden-Lübbecke Museums-Eisenbahn dampft nicht mehr bis Kleinenbremen

Wermutstropfen: Die Strecke ab Nammen Grube ist gesperrt. Die Gleise sind in einem schlechten Zustand. Als Ersatz für die Tour zum Besucherbergwerk soll es Sonntagsmorgens eine Frühstücksfahrt geben, die wie bisher über die Weser führt

Kreis Minden-Lübbecke. Nach einer recht guten Saison 2015 und großer Nachfrage bei den Nikolausfahrten gibt es einen Wermutstropfen in der insgesamt positiven Bilanz der Museums-Eisenbahn Minden (MEM): 2016 kann der Preußenzug mit der "Stettin 7906" Sonntagmorgens nicht mehr bis Kleinenbremen dampfen. Die Strecke ist ab Nammen Grube gesperrt.

Kurz vor Ende der Saison ereilte den Verein seitens der Mindener Kreisbahnen GmbH (MKB) die Nachricht, dass der letzte Streckenabschnitt bis zum Besucherbergwerk vom 1. November 2015 an nicht mehr befahren werden dürfe. Grund sei der schlechte Zustand der Gleise. Nun stehen die Museumseisenbahner vor der Frage, wie sie ihren Fahrplan so umgestalten können, dass er trotzdem attraktiv bleibt.

Darin haben die Ehrenamtlichen zwar schon Übung, aber leicht fällt das nicht. Im Laufe ihres fast 40-jährigen Bestehens - 2017 ist Jubiläum - ist das Streckennetz der MKB, das sie nutzen, immer kleiner geworden. Anfangs gab es noch drei Strecken: nach Kleinenbremen, Hille und Uchte. Die Uchter Strecke konnte sogar noch in Gänze befahren werden, dann sukzessive nur noch bis Bad Hopfenberg, Petershagen, Todtenhausen und schließlich gar nicht mehr. Seit 2010 ist sie abgebaut.

Die Streckenreduzierung zwang MEM dazu, immer wieder neue Ziele anzusteuern und abwechslungsreiche Kombinationen zu suchen, sei es mit einer Moorwanderung, dem Besuch der Brennerei, des Besucherbergwerks oder mit der Kanalschifffahrt. Die Grundstruktur, an jedem zweiten Sonntag im Monat von April bis Oktober mit dem historischen Zug über die Gleise zu dampfen, ist stets beibehalten worden und soll auch weiterhin so bleiben.

Als Ersatz für die Tour zum Besucherbergwerk soll es morgens eine Frühstücksfahrt geben, die über die Weser führt und den Fahrgästen den imposanten Ausblick auf die Silhouette der Stadt Minden bieten wird. Unterwegs kann im Zug auf Bestellung gefrühstückt werden. Der Zug fährt bis Nammen Grube (ohne Ausstieg) und von dort zurück mit einem Abstecher in den DB-Bahnhof.

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