Persönliche Widmung: Carla Berling signiert in der Druckerei die Bücher von Susanne Weinert. - © Foto: Nicole Sielermann
Persönliche Widmung: Carla Berling signiert in der Druckerei die Bücher von Susanne Weinert. | © Foto: Nicole Sielermann

Bad Oeynhausen Ein spannendes Heimspiel

Lesung: Carla Berling stellt ihren dritten Oeynhausen-Krimi in der Druckerei vor Nicole Sielermann

Bad Oeynhausen. Nervös ist sie. Und dabei ist Carla Berling in Sachen Lesung ein alter Hase. „Aber so ein Heimspiel ist immer etwas Besonderes“, sagt die gebürtige Bad Oeynhausenerin. Mit vielen der gut 80 Besuchern verbindet sie persönliche Erinnerungen. „Das puscht auf“, sagt sie lachend.

Zum dritten Mal ist Carla Berling auf Einladung der Druckerei zur Lesung in ihrer Heimatstadt. „Im Rheinland, wo ich jetzt lebe, sagt man beim zweiten Mal, etwas hat Tradition. Beim dritten Mal ist es schon Brauchtum. Hoffentlich setzen wir das noch lange fort“, sagte Berling lachend. Ihre Krimireihe um Reporterin Ira Wittekind spielt in Bad Oeynhausen, „weil ich hier wech komme“. Mit Wittekind hat Berling eine Ermittlerfigur aus einem Metier geschaffen, in dem sie sich auskennt. Denn auch Carla Berling hat einst als freie Journalistin gearbeitet – unter anderem für die Neue Westfälische in Bad Oeynhausen. Ihre Figuren, das sind die typischen Ostwestfalen. „Wir sind nette Leute – vielleicht ein bisschen wortkarg, aber nicht schlecht“, erklärt Berling. „Dass letzteres super bedeutet muss man wissen“, fügt sie schmunzelnd an.

Im Gepäck hat Carla Berling, die unter Pseudonym schreibt, ihren aktuellen Krimi „Tunnelspiel“. Darin geht es um Lorenz Brenner. Ein Herforder Verleger. Ein Mann mit etlichen Feinden. Und eine Frau, die ihn töten konnte, aber keinen Grund hatte. Zudem öffnen sich bodenlose Abgründe hinter einer bürgerlichen Fassade.

Im alten Schlachthof an der Weserstraße hängt der Verleger Lorenz Brenner: Er ist nackt, an ein Gitter gefesselt – und tot. An seinen Genitalien baumeln Christbaumkugeln. Reporterin Ira Wittekind findet etliche Verdächtige, die ihn gehasst haben, darunter aber niemanden, der diesen Mord hätte inszenieren können. Doch dann entdeckt sie einen ungeklärten Todesfall, der über 30 Jahre zurück liegt, und einen unfassbaren Zusammenhang mit Brenners bizarrem Ende.

Mit ihrer Lesung macht Carla Berling Appetit auf mehr. Darauf, wie sich alles entwickelt. Wer wirklich hinter dem bizarren Todesfall steckt. Und am Ende wird auch deutlich, woher der Buchtitel stammt. „Mehr verrate ich aber nicht“, sagt Berling lachend. Noch bis Ende des Jahres sind ihre bisher erschienen Bücher noch in der jetzigen Form erhältlich. Danach verschwinden sie kurzzeitig vom Markt. „Weil ich ein lukratives Angebot vom Heyne Verlag bekommen habe – das konnte ich nicht ausschlagen.“ Und so werden Berlings Bücher, die bisher im Eigenverlag erschienen, im Herbst 2016 bei Heyne veröffentlicht. „Teil vier der Krimireihe folgt dann im Frühjahr 2017.“

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