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Ausgebrannt: Ein Streifenwagen der Polizei. - © polizei
Ausgebrannt: Ein Streifenwagen der Polizei. | © polizei
Kreis Minden-Lübbecke

Streifenwagen angezündet

Polizei erhöht Sicherheit / Staatsschutz ermittelt

27.08.2015 | Stand 26.08.2015, 18:28 Uhr

Kreis Minden-Lübbecke. Ein vor der Mindener Polizeiwache an der Marienstraße abgestellter Streifenwagen ist am Mittwoch in den frühen Morgenstunden von einem oder mehreren Unbekannten in Brand gesetzt worden. Die Beamten des Wachdienstes bemerkten die Flammen gegen 5.35 Uhr und unternahmen sofort Löschversuche. Die alarmierte Feuerwehr löschte das Fahrzeug schließlich. Verletzt wurde niemand. Eine ausgelöste Fahndung nach dem oder den Tätern brachte keinen Erfolg.

Zwischenzeitlich hat der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Bielefeld die Ermittlungen übernommen und zur Aufklärung der Brandstiftung unter Beteiligung heimischer Beamter eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe gebildet. Angaben zu einem möglichen Motiv für die Brandstiftung kann die Polizei derzeit nicht machen.

Zeugen, denen im Bereich der Polizeiwache, sowohl an der Marienstraße als auch am in unmittelbarer Nähe gelegenen Mittelandkanal, verdächtig wirkende Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, werden gebeten sich bei der Polizei Minden unter (05 71) 8 86 60 der beim Staatsschutz der Polizei Bielefeld unter (05 21) 54 50 zu melden. Den Schaden kann die Polizei noch nicht genau beziffern. Derzeit ist noch unklar, ob und in wieweit die polizeispezifische Ausrüstung, zum Beispiel die Funkgeräte, durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Behördenleiter und Landrat Ralf Niermann zeigte sich entsetzt angesichts dieser Form der Aggression gegen die Polizei. "Eine derartige Gewalteskalation ist nicht hinnehmbar. Ich bin froh, dass niemand verletzt wurde", sagte Niermann. Einen derartigen Vorfall habe es bisher bei der Kreispolizeibehörde noch nicht gegeben. Polizeidirektor Detlef Stüven kündigte eine sofortige Erhöhung der Sicherheit aller Polizeidienststellen im Kreis an.

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