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Im Inneren des Bahnhofgebäudes gibt es viele freie Flächen. - © FOTO: PETER STEINERT
Im Inneren des Bahnhofgebäudes gibt es viele freie Flächen. | © FOTO: PETER STEINERT

Bad Oeynhausen Entscheidung fällt Anfang 2015

Finanz- und Stadtentwicklungsausschuss informieren sich über möglichen Kauf von Bahnhof und Bahnhofsvorplatz

VON NICOLE SIELERMANN VON NICOLE SIELERMANN
14.11.2014 | Stand 13.11.2014, 20:50 Uhr

Bad Oeynhausen. Der Kämmerer hat schon vorgearbeitet: Für Kauf und Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes hat Marco Kindler 280.000 Euro im Haushalt 2015 eingeplant, für den Kauf des Gebäudes des Nordbahnhofs 200.000 Euro in 2016. Doch noch hat die Politik nicht ihre Zustimmung gegeben. Jüngst informierten sich die Mitglieder von Stadtentwicklungs- und Finanzausschuss hinter verschlossenen Türen über Zahlen und mögliche Investoren.

Wie berichtet stehen Bahnhofsgebäudes sowie die Außenflächen mit insgesamt 7.000 Quadratmetern zum Verkauf. Die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW (BEG) hatte Ende 2012 angekündigt, dass die Deutsche Bahn rund 30 Bahnhöfe verkaufen möchte, darunter auch den Bad Oeynhausener Nordbahnhof. "Die Kernfrage lautet nun: Was ist der Stadt der Bahnhof wert", brachte es ein Ausschuss-Mitglied gegenüber der NW auf den Punkt.

Im September bezifferte Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann auf Nachfrage den Kaufpreis für das Bahnhofsgebäude mit seinen rund 800 Quadratmetern Nutzfläche im Erdgeschoss sowie dem Obergeschoss mit 350 Quadratmetern als auch des Bahnhofsvorplatzes plus der Flächen an der Straße "Am Nordbahnhof" auf "einen sechsstelligen Betrag." Um dann vorsichtig nachzulegen: "Nicht im unteren sechsstelligen Bereich."

Investoren für den Bahnhof gibt es nicht. Wohl aber Mietinteressenten. Aus verschiedenen Bereichen. Auch ein heimischer Gastronom soll Interesse bekundet haben. Neugierig werden könnten weitere, wenn sie wissen, dass der Bahnhof selbst eine tägliche Frequenz von etwa 3.000 Bahnkunden hat, die zur Arbeit fahren, auf Reisen gehen oder in Bad Oeynhausen ankommen. Für das erste Quartal 2015 können sich die Ausschussmitglieder eine Entscheidung vorstellen. Bis dahin warte aber noch viel Arbeit. "Es gibt viele Detailfragen, jetzt haben wir die Fakten auf dem Tisch und müssen in den Fraktionen darüber beraten", erklärte ein weiterer Politiker.

Wobei es bei dem ein oder anderen Ratsmitglied wohl durchaus den Wunsch gibt, dass die Stadt Gebäude und Vorplatz kaufen möge. "Weil wir dann die Hand drauf haben und mitentscheiden, wie es weitergeht", erfuhr die NW. Zudem sei bei einem Verkauf an Dritte der freie Zugang durch das Gebäude zu den Gleisen nicht zu 100 Prozent gewährleistet. Möglich wäre auch, so heißt es von Seiten der Politik, ein gemeinsames Unternehmen zu gründen, bei dem die Kommune und ein möglicher Investor als Betreiber fungieren. Doch noch ist weit und breit kein Investor in Sicht.

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