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Auch Bobby-Cars können schnell werden. Die Teilnehmer des Solar Racing Cups bekommen vom Leopoldshöher Unternehmen Spilker die Bausätze für die kleinen Rennwagen. - © Energie Impuls OWL
Auch Bobby-Cars können schnell werden. Die Teilnehmer des Solar Racing Cups bekommen vom Leopoldshöher Unternehmen Spilker die Bausätze für die kleinen Rennwagen. | © Energie Impuls OWL

Nachhaltig schneller Rennwagen mit Sonnenenergie

Der Solar Racing Cup ist in Deutschland einmalig. Bausätze für die Rennwagen werden jetzt vom Leopoldshöher Unternehmen Spilker verteilt.

26.05.2023 , 08:23 Uhr

Leopoldshöhe. 20 Schülerinnen und Schüler erlebten einen spannenden Start in ihre Teilnahme am Solar Racing Cup 2023 bei der Spilker GmbH in Leopoldshöhe. Erneuerbare Energien, Elektromobilität und Digitalisierung: – das sind zentrale Themen für die junge Generation.

Der Solar Racing Cup ist Bildungsprojekt und Wettbewerb zugleich: Schüler aus ganz OWL entwickeln gemeinsam mit Hilfe von verschiedenen Unternehmen solargetriebene Rennfahrzeuge. Mit diesen gehen sie am Tag des großen Rennens im September an den Start. Dabei muss sich die Funktionalität der selbst gebauten Fahrzeuge beweisen.

Drei der Teams erhielten jetzt beim „Kickoff“ ihre Bausätze für den Wettbewerb. „Das Projekt ermöglicht den Schülern einen Einblick in Unternehmen und mögliche Arbeitsfelder. Sie lernen Menschen kennen, die ihnen Techniken und Maschinen zeigen, die sie für den Bau ihres Racing Cars nutzen können.

Sie erleben Teamwork und entdecken ihre Fähigkeiten“, beschreibt Projektleiterin Monika Pieper von Energie Impuls OWL den Ansatz des Solar Racing Cups. „Wir möchten Selbstwirksamkeit, Kreativität und den Klimaschutzgedanken fördern, damit die Jugendlichen einen spannenden, sinnstiftenden Beruf für sich finden.

Das große Rennen steigt am 17. September

Dabei steht nicht nur die Technik im Fokus, sondern auch Fähigkeiten aus den Bereichen Design, Marketing und weiteren Berufsfeldern spielen eine Rolle. Für Klimaschutz können wir uns in unterschiedlichsten Arbeitsbereichen einsetzen – ob im Büro, in der Forschung, als Mechaniker oder Lehrer und in vielen anderen Berufen.“ Bei der Spilker GmbH erhielten die Teilnehmer von der Otto-Hahn-Realschule Herford, dem Helmholtz-Gymnasium Bielefeld, der Felix-Fechenbach-Gesamtschule Leopoldshöhe und dem Gymnasium Steinhagen ihre Bausätze für den Wettbewerb.

Das Unternehmen stellt bereits seit 60 Jahren Stanzwerkzeuge und Converting-Maschinen in Leopoldshöhe her und wird mittlerweile in dritter Generation geführt.

Für die Schüler-Teams hatten sich die Ausbildungsverantwortlichen gemeinsam mit den aktuellen Azubi etwas ganz Besonderes ausgedacht: Mit eigens von den Spilker-Auszubildenden angefertigten Teilen und einem Mini-Solarmodul bauten die Schüler eigene kleine Windräder zusammen, schraubten und löteten. Das kam gut an: „Bei uns gibt es keinen Technikunterricht. Wir machen gerade deshalb bei dem Projekt mit, weil wir Technik in echt ausprobieren möchten“, berichtete das Team vom Helmholtz-Gymnasium in Bielefeld, das mit drei Schülerinnen und einem Schüler vertreten war.

Das hörte Ausbildungsleiter Daniel Kaup natürlich gern: „Wir freuen uns sehr über die interessierten Schüler, die Spaß am Umgang mit Technik haben. Ihnen können wir hier einen echten Einblick in unsere Berufe geben. Das wird ein spannender Wettbewerb und wir freuen uns schon auf die gemeinsame Arbeit an dem Rennfahrzeug mit dem Team der Felix-Fechenbach-Gesamtschule, dessen Technikpartner wir sind.“

Das große Rennen steigt am 17. September mit Teampräsentation, Geschicklichkeitsparcours und Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Projektpartner Stadtwerke Bielefeld richtet dazu auf dem Betriebsgelände eine echte Rennstrecke ein. Neben dem Rennerfolg der schnellen Flitzer werden auch Leistungen wie handwerkliche Ausführung oder Kreativität prämiert.

Die Agentur für Arbeit unterstützt den Wettbewerb im Rahmen der Berufsorientierung als Hauptförderer, um jungen Menschen praxisnah berufliche Perspektiven für zukunftsträchtige Berufsfelder zu eröffnen. Für Bettina Kreiling von der Agentur für Arbeit in Detmold liegt der Wert des Projekts in der Zusammenarbeit mit Fachleuten und Auszubildenden in Unternehmen, die die Jugendlichen Herausforderungen und Möglichkeiten in der Praxis erleben lässt. Die enge Verzahnung des Engagements der Schüler mit der Arbeit im Betrieb sieht auch Bernd Hettig vom Verein Deutscher Ingenieure OWL (VDI OWL) als großes Plus. Außerdem sei er schon sehr gespannt auf die tollen Racing Cars und werde beim Rennen auf jeden Fall mitfiebern.

Veranstalter des in Deutschland einmaligen Solar Racing Cups sind der VDI OWL und das Innovationsnetzwerk Energie Impuls OWL mit dem Hauptförderer Agentur für Arbeit. Unterstützt wird der Wettbewerb neben den Stadtwerken Bielefeld von der Bielefelder Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WEGE) und dem Umweltdezernat der Stadt Bielefeld.

Die Veranstalter setzen auf die Beteiligung von vielen Unternehmen, die ihr technisches Know-how gerne an die interessierten jungen Menschen weitergeben, ihnen die Kosten für die Teilnahme sponsern und dabei vielleicht sogar ihre zukünftige Auszubildendengeneration mit ihren Vorstellungen kennenlernen. Anmeldungen sind gegenwärtig noch möglich unter der Internetadresse

?www.solar-racing-cup.de

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