Ein Musical zum verspäteten Jubiläum

Katzen tanzen in Oerlinghausens Aula

Musicalaufführung zum Jubiläum der TSV-Jazztanzabteilung wird drei Jahre später nachgeholt. Karten gibt es ab dem 11. März.

Lisa Rösner, Maja Settertobulte, Johanna Junker, Giulia Schwien, Alida Leistner, Vicky Gagelmann, Annika Müller und Julia Spickernagel (v. l.) springen vor Freude, dass es endlich losgeht, in die Luft. | © Karin Prignitz

Karin Prignitz
08.03.2023 | 08.03.2023, 08:23

Oerlinghausen. 25 Jahre Jazztanzabteilung des TSV Oerlinghausen – dieses Jubiläum hatte eigentlich im Jahr 2020 mit der Neuauflage des ersten vertanzten Musicals aus dem 2002 gefeiert werden sollen. Corona aber hat das Vorhaben immer wieder unterbrochen. Jetzt ist es endlich soweit. Alle sieben aktuellen Tanzgruppen werden am Samstag, 25. März, auf der Bühne des Niklas-Luhmann-Gymnasiums stehen.

Aus den „Cats for Kids“ ist das aktualisierte „Dancing Cats“ geworden. Derzeit laufen die Proben in der Turnhalle der Heinz-Sielmann-Schule. Jede Gruppe hat zunächst für sich trainiert, seit Anfang März gibt es jeden Samstag gemeinsame Proben der rund 90 Mitwirkenden in der Aula. Mit dabei sind dann die Jüngsten der tänzerische Früherziehung und die Gruppen mit den klangvollen Namen Gracilis (gibt es erst seit eineinhalb Jahren), Vocalis, Inferioris und Ristorius. Auch die Dienstagsfrauen tanzen mit und die Übungsleiterinnen unter dem Namen Latissimo inclusive Soleus.

„Nach Corona hatten wir ein bisschen Schwund“, erzählt Vicky Gagelmann, Vorsitzende der Jazztanzabteilung von einigen Abgängen während der Zeit, in der nichts oder kaum etwas möglich war.

Das Bühnenbild entsteht in Eigenregie

Deshalb seien zwei Jugendgruppen zusammengelegt worden. „Immer wieder anfangen, immer wieder motivieren, das war eine Herausforderung“, beschreibt Stella Molck den holprigen Weg hin zur gewohnten Normalität. „In einigen Gruppen hat sich etwas verändert, einige Kinder haben noch nie an einer Aufführung teilgenommen.“ Für sie wird es also eine Premiere sein. Die Darsteller von 2020 sind drei Jahre älter geworden. Deshalb sind die neuen Katzenkostüme mit den Öhrchen auch erst im Januar angefertigt worden. „Bei allen ist die Freude groß, endlich auf der Bühne zu stehen und es nach so langer Zeit endlich zu einem guten Ende zu bringen“, sagt Vicky Gagelmann. Dafür haben auch Nachwuchs-Übungsleiterinnen gewonnen werden können.

Neben den Proben entsteht das Bühnenbild – ebenfalls in Eigenregie. Eine Hauptrolle im eigentlichen Sinne gibt bei den „Dancing Cats“ nicht. „Jede Gruppe hat ihre eigene Hauptdarstellerin und ihren eigenen Tanz“, erläutert Übungsleiterin Stella Molck. „Am Ende finden alle zusammen, in Summe ist es ein gemeinsames Stück.“ Die Grundlage bilden die Musik und die Geschichte von Cats. Pfarrer im Ruhestand Klaus Sommer, dessen Frau Christiane bei den Dienstagsfrauen mit tanzt, wird die Geschichte lesen. „2002 lief die noch vom Band“, erinnert sich Stella Molck. Die jeweiligen Leiterinnen haben die Musik auf ihre Bedürfnisse auf ihre Gruppen zugeschnitten, gekürzt oder verlängert. Je nachdem.

Die Musicalaufführung wird mit einer 30-minütigen Pause zwei Stunden dauern. Die Dienstagsfrauen werden mit Unterstützung ihrer Leiterin Petra Baehr und Reinhild Ende eine Caféteria organisieren. „Dancing Cats“ beginnt am 25. März um 17 Uhr. Einlass ist um 16.30 Uhr. Bereits ab 16 Uhr ist die Cafeteria geöffnet. Karten gibt es ab Samstag, 11. März, in der Buchhandlung Blume.