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Stefanie Clarke von der Oerly-Musikschule, Dagmar Stock vom Agenda-Chor, Gisela Görges vom Musikverein Oerlinghausen, Holger Köhler von der KunstWerkstatt, Thomas Reimeier von der Stadt, Ulrich Armeit von der IG-Süd und Stefanie Kohorst von der Büchertauschbörse (v. l.) mit dem Festplakat. Im Hintergrund ist ein Triptychon von Fred Schierenbeck zusehen. - © Karin Prignitz
Stefanie Clarke von der Oerly-Musikschule, Dagmar Stock vom Agenda-Chor, Gisela Görges vom Musikverein Oerlinghausen, Holger Köhler von der KunstWerkstatt, Thomas Reimeier von der Stadt, Ulrich Armeit von der IG-Süd und Stefanie Kohorst von der Büchertauschbörse (v. l.) mit dem Festplakat. Im Hintergrund ist ein Triptychon von Fred Schierenbeck zusehen. | © Karin Prignitz

Oerlinghausen Gemeinsam Vielfalt leben

Das Südstadtfest findet erstmals im neuen Stadtteil-Zentrum statt. Auf dem Programm stehen Spieleangebote, Kulinarisches, Musikalisches und Informatives.

Karin Prignitz
02.09.2022 , 07:11 Uhr

Oerlinghausen. Graue Betonwände in einer Grundschule. Ob das nun hochmodern und architektonisch reizvoll oder für eine Einrichtung, in der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren unterrichtet werden, vollkommen unpassend ist, daran scheiden sich seit der Fertigstellung der neuen Südstadtschule die Geister. Die Stadt hat jetzt dafür gesorgt, dass ein wenig Farbe ins Spiel kommt. Insgesamt 50 Meter Schienen hat sie anbringen lassen, mit deren Hilfe Bilder befestigt werden können. Einige hängen bereits. Besucher des Südstadtfestes, das am Samstag, 10. September, in der Zeit von 14 bis 18 Uhr im neuen Stadtteilzentrum an der Theodor-Heuss-Straße 33 stattfindet, können sie entdecken. Im Mittelpunkt des Festes stehen zahlreiche Aktivitäten und Angebote.

Quartiersfest, so hieß das Südstadtfest ursprünglich. Damals war an ein Stadtteilzentrum nicht zu denken, jetzt ist es da und bildet im Gebäude eine Einheit mit der Grundschule und der Büchertauschbörse. „Wir fühlen uns hier wohl“, betont Stefanie Kohorst von der Büchertauschbörse. „Genau das ist es, worum es geht“, sagt Thomas Reimeier von der Stadt. „Das Stadtteilzentrum soll mit Leben gefüllt und bekannter gemacht werden.“ Die Mitglieder der Büchertauschbörse hatten im vergangenen Herbst eine Schulführung bekommen und festgestellt, dass hier „ein Juwel mit Kunst- und Werkraum, mit Musikraum, Küche und Technik entsteht. „Das war uns vorher gar nicht bewusst, und so geht es sicherlich vielen anderen Bürgern auch“, da ist sich Stefanie Kohorst sicher.

Umso interessanter dürfte ein Besuch des Südstadtfestes sein. Das steht unter dem Mott „Gemeinsam Vielfalt leben“. Veranstalter ist die Stadt, „das Konzept“, betont Thomas Reimeier, „war aber von Anfang an so angelegt, dass es mehrere Beteiligte gibt.“ Tatsächlich ist die Liste derer, die sich mit Aktionen und Angeboten einbringen werden, lang. Sie bildet den Großteil der sozialen Infrastruktur der des Stadtteils ab.

»Wir wollen etwas von uns für uns machen«

Der Agenda-Chor ist vertreten, die Büchertauschbörse, Dave Clarke und Band, die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde, der Förderverein Südstadtschule, die IG Süd, die Feuerwehr, die Kita Regenbogen, die Mennoniten-Brüdergemeinde, der Musikverein Oerlinghausen, die Offene Ganztagsschule, die Pflanzentauschbörse, die Stadt, die städtische Kinder- und Jugendarbeit, die Südstadtschule, die Südstadt-Gärten und die Talente-Tauchbörse.

Neben Wikinger-Schach und Fußball-Rodeo stehen Bastelaktionen, Wettspiele, Spiel- und Bewegungsangebote, Kinderschminken, ein internationales Buffet, Infostände, ein Quiz, eine Mal-Aktion unter dem Titel „längstes Bild“ und vieles mehr auf dem Programm. Ratsmitglieder haben ihr Kommen zugesagt. Sie werden am Glücksrad drehen und mit den Menschen ins Gespräch kommen. In der Aula wird es auf der mobilen Bühne ein Musik-Programm von Musikverein, Oerly-Musikschule und Agenda-Chor geben. Den Abschluss bildet die Dave-Clarke-Band“. „Wir haben bewusst das Potenzial vor Ort genutzt“, bestätigt Thomas Reimeier. Stefanie Kohorst ergänzt: „Wir wollen etwas von uns für uns machen.“ Sie hatte Kontakt mit Holger Köhler von der „KunstWerkStatt“ aufgenommen. Die gemeinsame Idee, die Bilder der acht Kunstschaffenden in der Südstadtschule und im Stadtteiltreff auszustellen, stieß bei Schule und Stadt auf Gegenliebe- und sicher auch bei vielen Besuchern.

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