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Der Vorstand der OerliJugend und Saskia Frei-Klages (r.) mit den Gewinnern, deren Projektideen nun mit Hilfe des Fördertopfes Jugendideen umgesetzt werden können. - © Karin Prignitz
Der Vorstand der OerliJugend und Saskia Frei-Klages (r.) mit den Gewinnern, deren Projektideen nun mit Hilfe des Fördertopfes Jugendideen umgesetzt werden können. | © Karin Prignitz

Oerlinghausen Jugendliche wollen den Wald aufforsten

Bei der Online-Abstimmung über die Projekte haben zwei identische Anträge die Nase vorn.

Karin Prignitz
31.08.2022 , 09:11 Uhr

Oerlinghausen. 4.248 Stimmen sind bei der Online-Abstimmung für die Projektanträge zum Fördertopf Jugendideen abgegeben worden. „Das ist beeindruckend“, sagt Saskia Frei-Klages, Leiterin des Fachbereichs Soziales und Ehrenamt bei der Stadt. Mit Mitgliedern des Vorstandes der „OerliJugend“, der seit 2019 existierenden Kinder- und Jugendvertretung, sind jetzt die Gewinner der Aktion zur Gewinnübergabe in das „Complex“ an der Hermannstraße eingeladen worden.

Vier Projekte hatten zur Auswahl gestanden, 10.000 Euro stehen zur Verfügung. Mit überwältigender Mehrheit haben sich all jene, die abgestimmt haben, für die Aufforstung der Oerlinghauser Wälder ausgesprochen. 2.392 Stimmen erhielt die Idee, die gleich doppelt eingereicht worden und schließlich zu einer Gruppe zusammengefasst worden war. Mit den Mitteln aus dem Fördertopf sollen nun gemeinsam neue Bäume finanziert und angepflanzt werden.

Weitere Mittel fließen in die Anschaffung einer mobilen Tenniswand (1.102 Stimmen), in eine neue Beton-Tischtennisplatte für den früheren Spielplatz in der Bremer Siedlung (544 Stimmen) und die digitale Aufwertung des Gruppenraumes im soziokulturellen Zentrum (KNUP, 210 Stimmen). „Alle Projekte können realisiert werden“, bestätigte Saskia Frei-Klages. Die OerliJugend wird sich an der Umsetzung beteiligen. Aus der Baumpflanzaktion könne durchaus eine Schulaktion werden, das können sich Caspar Beckmann, der die Heinz-Sielmann-Schule besucht, und Svenja Böning (Niklas-Luhmann-Gymnasium) durchaus vorstellen.

„In den Wäldern ist durch den Borkenkäferbefall viel abgeholzt worden“, erläutert Svenja Böning die Beweggründe für den Antrag, den sie gemeinsam mit ihrem Bruder Björn gestellt hat. „Eine Aufforstung ist wegen des Klimas wichtig.“ Der Wald sei schließlich auch Erholungsgebiet für die dort lebenden Tiere. Wo genau die Bäume gepflanzt werden, muss noch besprochen werden. Sicher ist, dass das Geld bis zum 31. Dezember ausgegeben sein muss. Im kommenden Jahr wird es erneut einen Fördertopf geben.

Vincent Kwiaton berichtet vom Sommer-Tenniscamp in Lipperreihe. Wer noch nicht so gut spiele, könne es an der mobilen Tenniswand trainieren. „Das Menschen Sport treiben“, betont er, „ist auch attraktiv für die Stadt.“ Max Stockmeier hat sich für die Anschaffung einer Tischtennisplatte in der Bremer Siedlung stark gemacht. „Die Platte haben wir schon ausgesucht“, sagt er. Marnie Bitter und Marie Christoph vom KNUP hoffen, mit der digitalen Ausstattung des Gruppenraums noch mehr Jugendliche zu erreichen.

Am 20. September findet die Delegiertenversammlung der OerliJugend in der Aula der Heinz-Sielmann-Schule statt. Aktuell sind noch drei Vorstandsplätze frei. Weiterführende Schulen, Vereine, Verbände oder sonstige Gruppierungen, die eine Kinder- und Jugendabteilung unterhalten, dürfen bis zum 31. August eigene Delegierte benennen. Auch Jugendliche von 13 bis 24 Jahre mit Hauptwohnsitz in Oerlinghausen, die keiner dieser Gruppierungen angehören, können sich über eine freie Liste aufstellen lassen und demnächst womöglich selber mitgestalten.

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