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Aufbruch 2.0.: Unter dem Chorleiter Garry Walters präsentiert sich das Vokalensemble "Inkogniton" mit schönem Chorklang, vielseitigen Choreografien und kleinen gespielten Szenen als Überleitung zum nächsten Lied. - © Sibylle Kemna
Aufbruch 2.0.: Unter dem Chorleiter Garry Walters präsentiert sich das Vokalensemble "Inkogniton" mit schönem Chorklang, vielseitigen Choreografien und kleinen gespielten Szenen als Überleitung zum nächsten Lied. | © Sibylle Kemna

Oerlinghausen Auf dem Bahngleis des Lebens

Vokalensemble „InkogniTon“ begeistert im katholischen Gemeindehaus mit harmonischem A-Cappella-Gesang und kleinen schauspielerischen Einlagen.

Sibylle Kemna
15.06.2022 , 13:22 Uhr

Oerlinghausen (kem). Auf eine musikalische Reise durch das Leben nahm am Sonntagabend das Vokalensemble „InkogniTon“ die Besucher im katholischen Gemeindehaus mit. Der rote Faden des Konzerts war das Warten auf dem Bahnsteig.

Schon die Eintrittskarte ließ das Thema „Reise“ vermuten, denn sie war in Form einer Fahrkarte gestaltet. Chorleiter Garry Walters mit Kontrabass und einem Hut bildete als Straßenmusiker den Rahmen des Konzerts, bei dem die Bühne zunächst von vielen Menschen mit Koffern und Taschen bevölkert wurde.

Eine Ansage mit dem Megafon machte klar: Wir sind auf einem Bahnsteig. Schnell formierten sich die sieben Sängerinnen und sieben Sänger zum Chor und starteten mit dem wehmütigen „The road home“ das Konzert. Selbstbewusst brachte sich jedes Chormitglied in den Gesang ein, so dass sich ein harmonischer Chorklang entwickelte.

Der Zug verspätete sich und so erfuhren die Wartenden nach und nach immer mehr voneinander. Jedes Lied wurde mit einer kleinen gespielten Szene eingeleitet, die die rund 80 Besucher oft zum Schmunzeln brachte. Zum Beispiel, als zwei Freunde ihre Stühle aufbauten, sich hinsetzten und den Kasten Bier anbrachen. Auch zwei Zuschauer aus dem Publikum bekamen eine Flasche ab.

Auf Deutsch, Französisch, Englisch oder Latein sang „InkogniTon“ von Liebe und Sehnsucht, Träumen und Aufbruch. Im Rap-Stil oder melodisch, doch jedem der Lieder hatte Garry Walters seinen eigenen Stempel aufgedrückt, auch traditionellen Liedern wie „In einem kühlen Grunde“ und „Hejo, spann den Wagen an“.

Der vielstimmige A-Cappella-Gesang wurde bereichert durch prägende Rhythmuselemente und Vokal Percussion und kam so gut an beim Publikum, dass es durch langes Klatschen zwei Zugaben rausholte: „Radio“ von den „Wise Guys“ wurde vom Chor wiederholt und „Guten Abend, gute Nacht“ setzte den Schlusspunkt. Aber damit war der Abend noch nicht zu Ende, denn alle wurden ins „kostenlose Bordbistro“ eingeladen in den Zug, der endlich doch gekommen war.

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