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Der neue Vorsitzende Horst Biere (links) wird von den weiteren Vorstandsmitgliedern unterstützt. Von links: Werner Nowak, Inge Berghoff, Horst Diekhof, Hella Sander, Klaus-Dieter Koch, Edith Föste, Margot Foest und Wilfried Kohlmeyer. - © Knut Dniter
Der neue Vorsitzende Horst Biere (links) wird von den weiteren Vorstandsmitgliedern unterstützt. Von links: Werner Nowak, Inge Berghoff, Horst Diekhof, Hella Sander, Klaus-Dieter Koch, Edith Föste, Margot Foest und Wilfried Kohlmeyer. | © Knut Dniter

Oerlinghausen Zwei Neue an der Spitze

Der Ortsverein Oerlinghausen im Lippischen Heimatbund dankt dem ausscheidenden Vorsitzenden Helmut Bracht. Ihm folgt Horst Biere nach.

Knut Dinter
15.06.2022 , 06:33 Uhr

Oerlinghausen. Der Ortsverein Oerlinghausen im Lippischen Heimatbund hat eine neue Leitung. Nachdem Helmut Bracht aus privaten Gründen nicht mehr kandidierte, musste kurzfristig ein Nachfolger gesucht werden. Der Journalist Horst Biere erklärte sich bereit, das Amt zu übernehmen und wurde bei der Jahresversammlung am Freitag im „Jägerhaus“ einstimmig gewählt. Auch die Position des Stellvertreters wurde neu besetzt.

Bracht hat den Verein 22 Jahre lang geleitet. Aus diesem Grund dankten ihm die Mitglieder mit einem besonderen Geschenk. Anstelle einer üblichen Ehrung erhält er eine Urkunde über 25 Bäume. Die Setzlinge werden der Aktion „Lippe pflanzt“ zur Verfügung gestellt, die auf der Grotenburg in Detmold, unweit des Hermannsdenkmals, einen „Zukunftswald“ begründen will. Da Bracht aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen konnte, wird ihm die Urkunde zu Hause übergeben.

Der neue Vorsitzende erklärte, dass er die Leistungen Brachts sehr schätze. Er habe sich große Verdienste um den Verein erworben. „Ich möchte mithelfen, dass es gut weitergeht“, sagte Biere. Der Begriff Heimat sei derzeit im Wandel und werde inzwischen positiv interpretiert, stellte er fest. Dies komme auch der Arbeit in Oerlinghausen zugute. Biere möchte künftig die Werbung neuer Mitglieder intensivieren und vor allem Jüngere gewinnen. Ferner soll versucht werden, den Schulen eine Zusammenarbeit zu örtlichen historischen Themen anzubieten.

Da sich Fritz Holzkamp als stellvertretenden Vorsitzender ebenfalls nicht mehr zur Verfügung stellte, wurde Klaus-Dieter Koch zu seinem Nachfolger gewählt. Die Kasse wird weiterhin von Horst Diekhof geführt, Stellvertreterin bleibt Edith Föste. Als Schriftführer fungiert nach wie vor Werner Nowak, der von Margot Foest vertreten wird.

Weiterhin Vorträge auf plattdeutsch

Als Beisitzer wurden Inge Berghoff, Helmut Bracht, Wilfried Kohlmeyer und Hella Sander bestätigt. Die Kasse prüfen Erika Bröker und Ernst Hasselberg.

Nach zweijähriger, coronabedingter Unterbrechung kamen die Mitglieder jetzt erstmals wieder zusammen. In normalen Jahren werden elf Vorträge und vier Wanderungen durchgeführt, 2021 konnten lediglich vier Vorträge und eine Wanderung stattfinden, wie Werner Nowak berichtete. Insgesamt wurden 153 Besucher gezählt. Im Übrigen konnte Werner Höltke im Vorjahr seinen insgesamt 170. Vortrag halten.

Dank der Großspende eines Mitglieds konnten eine neue Lautsprecheranlage, ein Beamer und eine Leinwand angeschafft werden. Sie tragen dazu bei, dass die Veranstaltungen besser zur Geltung kommen. Bei den monatlichen Versammlungen, dem „Stammtisch Alt Oerlinghausen“, sollen die plattdeutschen Vorträge fortgeführt werden.

Auch Pläne für eine Fortsetzung des „Bergstadttheaters“ gibt es schon. Mit den Aufführungen soll im Zwei-Jahres-Rhythmus die lokale Geschichte lebendig werden. In Kürze werden Interessenten zu einem ersten Treffen eingeladen. Nachdem bereits berühmte Oerlinghauser Frauen vorgestellt wurden, könnten demnächst möglicherweise herausragende Männer szenisch dargestellt werden.

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