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Vermutlich zum letzten Mal haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a zum Klassenfoto aufgestellt. Dem Anlass entsprechend, haben sich die jungen Leute schick gemacht. Rechts stehen die Klassenlehrer Karl-Hinrich Krewerth und Britta Horstbrink. - © Gunter Held
Vermutlich zum letzten Mal haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a zum Klassenfoto aufgestellt. Dem Anlass entsprechend, haben sich die jungen Leute schick gemacht. Rechts stehen die Klassenlehrer Karl-Hinrich Krewerth und Britta Horstbrink. | © Gunter Held

Oerlinghausen Abschied von der Schule

In drei Feierstunden werden die Absolventen der 10. Klassen aus der Heinz-Sielmann-Schule entlassen. Es ist eine Feier voller Wertschätzung, weil der Rahmen auf jeweils eine Klasse beschränkt bleibt.

Gunter Held
10.06.2022 | Stand 10.06.2022, 19:52 Uhr |

Oerlinghausen. Kann man der Coronazeit etwas Positives abgewinnen? Man kann – und das wurde auch deutlich angesprochen, als gestern die Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der Heinz-Sielmann-Sekundarschule (HSS) ihre Abschlusszeugnisse bekamen. Schulamtsleiter Marcel Jagnow sprach bei der Feierstunde in der Mensa der Heinz-Sielmann-Schule die Digitalisierung in der Schule an, die durch das coronabedingte Homeschooling eine gewaltige Beschleunigung erhielt. Die Schüler der Abschlussklassen hätten sich in den vergangenen Monaten besonders eingebracht, den Einsatz von mobilen Endgeräten als iPad-Klassen erprobt und damit die Weichen für die kommenden Jahrgänge gestellt. Auf den privaten und beruflichen Lebensweg gab er den Schülern mit: „Lassen Sie sich von vermeintlichen Niederlagen nicht unterkriegen, sondern sehen Sie diese als Chance, gestärkt weiterzumachen.“

Die HSS ist eine Gesamtschule ohne Oberstufe

Und auch Schulleiter Christian Landerbarthold gewann der Zeit der Einschränkungen während der Pandemie etwas Positives ab. Bis vor der Pandemie haben die Abschlussfeiern aller Klassen der HSS immer gemeinsam in der Aula des Schulzentrums stattgefunden. Jetzt wird jede Klasse einzeln in der Mensa der HSS verabschiedet. „Wir werden das beibehalten, denn so gestaltet sich die Feierstunde für die Schüler viel persönlicher. Da kommt jeder Schüler zur Geltung“, sagt der Schulleiter.

Und tatsächlich war die Feierstunde geprägt von äußerster Wertschätzung den Schülern gegenüber. Wie sehr diese Art der Feier gefiel, wurde auch deutlich, als ein Video mit Szenen und Bildern aus den vergangenen sechs Jahren gezeigt wurde. Es gab zwar keinen Szenenapplaus, dafür aber Gegluckse und Gekicher bei besonders gelungenen Schnappschüssen.

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Insgesamt haben 81 Schülerinnen und Schüler an der HSS ihren Abschluss gemacht, 27 Mädchen und 54 Jungen. Christian Landerbarthold bezeichnet die HSS gern als „die kleine Gesamtschule“, weil die Schule eben all das bietet, was eine Gesamtschule auch vorhält, mit Ausnahme der Oberstufe. Aber 21 Absolventen haben den Q-Vermerk erreicht und können damit in die Oberstufe eintreten und das Abitur machen. Und für zwölf Absolventen ist genau das das Ziel. Weitere 20 wollen sich vollzeitschulisch weiterbilden, 35 beginnen eine Berufsausbildung.

Schulleiter Christian Landerbarthold unterhält sich mit Abteilungsleirin Regine Schulze über die Entwicklung der Klasse 10a. - © guh
Schulleiter Christian Landerbarthold unterhält sich mit Abteilungsleirin Regine Schulze über die Entwicklung der Klasse 10a. | © guh

Ehrungen und Preise von der Stadt Oerlinghausen und der HSS bekamen aus dem Jahrgang Leonie Dunst, Emily Dick und Paula Breazu für die besten Abschlüsse nach der Klasse 10. Wolf Reinhard Reisenberger, Pawel-Asso Ventouri und Cedric Grote machten jeweils in ihren Klassen die besten Abschlüsse für die Fachoberschulreife und Paul-Lika Hellkamp, Till Hormann und Jorden Zenker erreichten in ihren Klassen die besten Abschlüsse mit Q-Vermerk für die gymnasiale Oberstufe.

Bei der Abschlussfeier der 10b hat der Schulchor einen Auftritt. Foto: Christian Landerbarthold - © Christian Landerbarthold
Bei der Abschlussfeier der 10b hat der Schulchor einen Auftritt. Foto: Christian Landerbarthold | © Christian Landerbarthold

Sargis Atoyan aus der Klasse 10b bekam einen Ehrenpreis von der Heinz-Sielmann-Schule und Jorden Zenker aus der 10c bekam den Ehrenpreis des Rotary Clubs.

„Verschenkt werden die Abschlüsse an der Heinz-Sielmann-Schule, der kleinen Gesamtschule, nicht“, sagte Landerbarthold in seiner Rede. Und einen Corona-Bonus habe es auch nicht gegeben. Doch die Schüler hätten die Angebote, die ihnen in der Schule gemacht werden, gut genutzt. „Das konnte ich an den Zeugnissen sehen“, sagte er. „Von uns habt ihr die Grundlagen bekommen“, rief er den Absolventen zu. Jetzt seien sie gefragt, etwas daraus zu machen. Er erinnerte an die vielen Partner- und Teamarbeiten, die einen Perspektivwechsel zum Ziel hatten. Und auch Landerbarthold sprach den Schülern Mut zu: Habt keine Angst vor Misserfolgen, die gehören im Leben dazu.“

Die Schülerinnen und Schüler werden nach vorn gerufen und nehmen ihre Abschlusszeugnisse in Empfang. - © Gunter Held
Die Schülerinnen und Schüler werden nach vorn gerufen und nehmen ihre Abschlusszeugnisse in Empfang. | © Gunter Held

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