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Der Grundstein wird gelegt. Mit dabei: Moderatorin Martina Buhl (v. l.), Architekt Frank Hamann, Johanna Daake und weitere zwei Mitarbeiter von der Wohnbau Lemgo, außerdem Thorsten Kleinebekel aus dem Vorstand der Wohnbau Lemgo, drei Mitarbeiter der Firma AKD Bau und der Firma Peitz, stevertretender Bürgermeister Andreas Brinkmann und Wolfgang Malkemper aus dem Vorstand des Vereins Johanneshof. - © Petra Kretschmer
Der Grundstein wird gelegt. Mit dabei: Moderatorin Martina Buhl (v. l.), Architekt Frank Hamann, Johanna Daake und weitere zwei Mitarbeiter von der Wohnbau Lemgo, außerdem Thorsten Kleinebekel aus dem Vorstand der Wohnbau Lemgo, drei Mitarbeiter der Firma AKD Bau und der Firma Peitz, stevertretender Bürgermeister Andreas Brinkmann und Wolfgang Malkemper aus dem Vorstand des Vereins Johanneshof. | © Petra Kretschmer

Leopoldshöhe Gemeinsam neues Wohnen erfinden

Mit der Grundsteinlegung beginnt für das Wohnprojekt Johanneshof im Leopoldshöher Zentrum die Bauphase. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2023 vorgesehen.

Petra Kretschmer
04.06.2022 , 08:11 Uhr

Leopoldshöhe. Rund viereinhalb Jahre nach der ersten Info-Veranstaltung zu einem geplanten Gemeinschaftswohnprojekt war es endlich so weit: Anfang April wurde mit den Erdarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Johanneskirche im Zentrum von Leopoldshöhe begonnen. Auf einer Grundstücksfläche von 3.741 Quadratmetern errichtet die Wohnbau Lemgo hier den Johanneshof – 24 Wohnungen, vier Apartments in einer betreuten Wohngruppe und großzügige Gemeinschaftsräume, die das generationenübergreifende Wohnen ermöglichen. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2023 vorgesehen.

Eine Preiskalkulation ist derzeit nicht möglich

Eine verlässliche Aussage über die späteren Gesamtkosten des Projekts lässt sich aktuell nicht treffen. Baukostensteigerungen, Materialknappheit und allgemeine Unwägbarkeiten machen den Wohnungsneubau derzeit unkalkulierbar. Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Bezifferung einer endgültigen Miete. Genossenschaft und Bewohnerverein haben sich auf eine Art Stufenmodell verständigt, das die Entwicklung der kommenden Monate berücksichtigt.

„Bei den künftigen Bewohnern und Bewohnerinnen ist die Freude über den Baubeginn groß. Einige von ihnen kommen jeden Tag zur Baustelle, um sich den Fortschritt der Arbeiten anzusehen und den Baggerfahrern Kaffee vorbei zu bringen“, berichtet Martina Buhl, die als Moderatorin den Planungsprozess vom ersten Tag an begleitet hat.

Andreas Riepe (Wohnbau Lemgo) reicht Thorsten Kleinebekel die „Grundsteinlegungshülse“, der sie mit einer tagesaktuellen Zeitung füllt. - © Petra Kretschmer
Andreas Riepe (Wohnbau Lemgo) reicht Thorsten Kleinebekel die „Grundsteinlegungshülse“, der sie mit einer tagesaktuellen Zeitung füllt. | © Petra Kretschmer

Zwölf der Wohnungen sind zur Grundsteinlegung am 2. Juni bereits fest vergeben. Fünf Paare, fünf Singles und zwei junge Familien mit insgesamt sechs Kindern haben in Zusammenarbeit mit dem Detmolder Architekturbüro xtraplan aktiv an der Gestaltung ihrer Traumwohnung mitgewirkt und ihre Vorstellungen bezüglich der Lage und der Grundrisse eingebracht. Auch für zwei der Apartments, die in einer Wohngruppe für Menschen mit Unterstützungsbedarf entstehen, gibt es schon Zusagen. Für eine ausgewogene Bewohnerstruktur wünscht sich der Verein Johanneshof Leopoldshöhe, zu dem sich die künftigen Bewohner Ende August 2019 zusammengeschlossen haben, jüngere Interessenten, vor allem Familien und Alleinerziehende mit Kindern.

Neben den Wohnungen wird es im Erdgeschoss einen 100 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum mit einer Küche geben, in dem Veranstaltungen stattfinden können. Weitere Gemeinschaftsflächen mit einem Gästezimmer für Übernachtungsbesuch entstehen in der ersten Etage. Im Keller wird eine Werkstatt eingerichtet, die sich insbesondere für Holzarbeiten eignet. Auch der Außenbereich wird nach den Wünschen der Bewohner gestaltet: Geplant sind Spielmöglichkeiten für Kinder, ein Grillplatz, eine Ruhezone und ein Garten mit Hochbeeten. „Nicht nur in dem Garten spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Das Teilen von Ressourcen ist der Gruppe sehr wichtig. So sollen zum Beispiel Gemeinschaftswaschmaschinen genutzt werden, auch über Car-Sharing wird nachgedacht“, betont Martina Buhl.

Ein Grußwort hat zur Grundsteinlegung auch das Gemeinschaftswohnprojekt Pöstenhof aus Lemgo mitgebracht. Im Jahr 2012 fertigstellt und ebenfalls in Kooperation mit der Wohnbau Lemgo entstanden, ist der Pöstenhof gewissermaßen Vorbild und eine Art „Pate“ auf dem Weg zu einem neuen Wohnen in Leopoldshöhe.

Grußworte und viele gute Wünsche hatten auch Thorsten Kleinebekel aus dem Vorstand der Wohnbau Lemgo, Wolfgang Malkemper vom Vorstand des Vereins Johanneshof Leopoldshöhe, Architekt Frank Harmann sowie Anita Bünte und Kirsten Hülsmann vom Pöstenhof Lemgo, an die vielen Gäste gerichtet, bevor die „Grundsteinlegungshülse“ mit den obligatorischen Dingen wie tagesaktuelle Zeitung, Baustein vom Pöstenhof, Leitbild des Vereins,Münzen und ähnliches befüllt und eingemauert wurde.

Die Wohnbau Lemgo eG ist im Jahr 1948 gegründet worden. Sie ist Eigentümerin von 2.224 Genossenschaftswohnungen im Kreis Lippe mit den Schwerpunkten in Lemgo, Bad Salzuflen, Leopoldshöhe und Oerlinghausen. Die Genossenschaft zählt knapp 3.000 Mitglieder.

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