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Das Team des Archäologische Freilichtmuseums versteht es, über die Lebensweise vor Jahrhunderten, ja, vor Jahrtausenden unterhaltsam zu informieren. Dazu gehört auch die Präsentation von Living-History-Gruppen. - © Freilichtmuseum Oerlinghausen
Das Team des Archäologische Freilichtmuseums versteht es, über die Lebensweise vor Jahrhunderten, ja, vor Jahrtausenden unterhaltsam zu informieren. Dazu gehört auch die Präsentation von Living-History-Gruppen. | © Freilichtmuseum Oerlinghausen

Oerlinghausen Was im Freilichtmuseum im Mai los ist

Es gibt Führungen, Vorführungen, Mitmachaktionen und Living-History-Darsteller, die demonstrieren, wie in der Steinzeit und im Mittelalter gelebt wurde.

Gunter Held
07.05.2022

Oerlinghausen. Der Mai wird bunt im Archäologischen Freilichtmuseum (AFM). Führungen, Vorführungen, Mitmachaktionen und Living History versprechen Unterhaltung für die ganze Familie. Jeweils sonntags um 15 Uhr gibt eine öffentliche Führung Einblicke in die archäologische Arbeitsweise, die Ur- und Frühgeschichte sowie in die Wohn- und Alltagskultur unserer Vorfahren.

Eine ganz andere Herangehensweise an die Lebensweise unserer Ahnen haben die Anhänger der Living History. Das ist kein Budenzauber, bei dem sich Mittelalter-Fans phantasievoll verkleiden und für einen Becher Met fünf Silberlinge verlangen.

Am Samstag geht es in die Steinzeit

Living History ist ein sehr aufwendiges Hobby, beinahe eine Lebenseinstellung. Die Protagonisten versuchen, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, so zu leben, wie die Menschen vor 6.000 Jahren. Dazu ist viel handwerkliches Geschick erforderlich aber auch die Erkenntnis, dass das Leben vor 6.000 Jahren langsamer vorüberzog als heute. Spinnen, färben, weben, das Mittagessen zubereiten – all das dauert seine Zeit. Lebendige Eindrücke davon vermitteln Living-History-Protagonisten, die das Museum an den Wochenenden bewohnen.

Am darauffolgenden Sonntag, 8. Mai, geht es steinzeitlich weiter: Living History-Darsteller zeigen verschiedene (Überlebens-)Techniken aus der Steinzeit und bringen viel Wissen zum Thema Wohnen, Kochen, Jagd, Kleidung und Schmuck mit und stellen sich mit Vorliebe den Fragen der Besucher.

Der Internationale Museumstag am 15. Mai will auf die thematische Vielfalt aufmerksam machen, die die Museen anzubieten haben. Sein Motto lautet „Museen mit Freude entdecken”. Zu diesem Anlass findet im AFM eine außergewöhnliche Aktion statt: der Bronzeguss. Die Bronzezeit ist vor allem wegen der wunderschönen Objekte aus Metall bekannt. Sowohl Waffen als auch Dolche, Schwerter und Schmuck wurden auf verschiedene Art und Weise aus goldfarbener Bronze hergestellt. Dass das gar nicht so einfach ist, aber zu sehr schönen Resultaten führt, wird der Archäotechniker des Museums, Söhnke Raimann, auf beeindruckende Weise de-monstrieren. Er zeigt die verschiedenen Techniken, wie die Methode „Guss mit verlorener Form“. Ergänzt wird der Aktionstag um 15 Uhr mit der öffentlichen Führung durch die Metallzeiten. Anschließend besteht die Möglichkeit, selbst ein Kupferarmband herstellen. Der Materialkostenbeitrag beträgt 3 Euro.

Am Wochenende 21. und 22. Mai begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise ins frühe Mittelalter. Living History-Gruppen beleben das frühmittelalterliche Hallenhaus und veranschaulichen, dass diese Epoche alles andere als finster war: Dies zeigen nicht nur farbenfrohe Kleidung und Schmuckstücke, sondern auch technisches Know-how. Die darstellenden Gruppen stehen ganztätig für Fragen, Anregungen und Unterhaltung zur Verfügung. Die öffentliche Führung um 15 Uhr greift das Thema ebenfalls auf. Am letzten Sonntag im Mai, 29. Mai, erwartet die Besucher in der öffentlichen Führung um 15 Uhr ein Einblick in das archäologische Arbeiten, die Errichtung der Museumsgebäude und eine Zeitreise durch Stein-, Bronze- und Eisenzeit. In der Saison bis September hat das AFM wochentags von 9 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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