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Leon Klippenstein zeigt auf einer bereits fertigen Rampe einen Sprung auf seinem Skateboard. - © Birgit Guhlke
Leon Klippenstein zeigt auf einer bereits fertigen Rampe einen Sprung auf seinem Skateboard. | © Birgit Guhlke

Leopoldshöhe Leopoldshöher Jugendliche bauen sich ihre Skateranlage selbst

Während des Workcamps „Asemissen skatet“ sind mit Hilfe von Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern fünf Elemente für die Anlage entstanden.

Birgit Guhlke
13.04.2022 , 18:43 Uhr

Leopoldshöhe. Die ersten Rampen und Rails probieren die Jugendlichen von „Asemissen skatet“ sofort aus. Nachdem sie sie selbst gebaut haben. Auf dem Gelände der ehemaligen Firma BST eltromat hat ein Workcamp stattgefunden, bei dem sie fünf Elemente für die künftige Skateranlage auf dem alten Sportplatz Greste zusammengebaut haben. Das klappte dank der Unterstützung des neuen Besitzers der Gewerbeimmobilie, vieler ehrenamtlicher Helfer und Sponsoren.

Frank Wilde, Inhaber und Geschäftsführer der Spradow GmbH & Co. KG aus Schloß Holte-Stukenbrock hat eine Halle und den Vorplatz für das Workcamp zur Verfügung gestellt. Das sei nach einem Gespräch mit Bürgermeister Martin Hoffmann vereinbart worden, sagte Frank Windel während der Vorstellung der Workcamp-Ergebnisse. Bis seine und weitere Firmen am Standort Herforder Straße einziehen, stehen die Hallen noch leer. Windel selbst plant noch einen Neubau auf dem Gelände.

Zwei Skater hatten die Idee für die Anlage

Seit Freitag haben die gut 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Unterstützung von erwachsenen Helfern und Mitarbeitern des Leos die Elemente zusammengebaut, am Gründonnerstag endet das Camp. Vor gut zwei Jahren hatten die Skater Robin Nickel und Marc Willms die Idee zu dieser Anlage. Sie entwarfen Pläne, stellten alles im zuständigen Fachausschuss vor und stießen damit auf sehr viel Wohlwollen plus Zustimmung bei Politik und Verwaltung. Weil der dann beschlossenen Standort, der alte Sportplatz Greste, wegen Dioxinbelastung noch saniert werden muss, ist noch nicht klar, wann die Anlage an der Dorfstraße eröffnet werden kann. Die Elemente aber sind nun fast fertig, Restarbeiten sind noch zu erledigen, wenn sie auf dem Platz installiert werden, erklären die beiden Skater.

Das Team bei und hinter dem Workcamp für die Elemente eines Skaterparks auf dem alten Sportplatz in Greste: Matthias Pavan (v. l.), Frank Windel, Osvaldo Ratzlaff, Robin Nickel, Marc Wilms, Susanne Linnenbecker, Katrin Paas, Andrea Rodekamp und Hans Linnenbecker. - © Birgit Guhlke
Das Team bei und hinter dem Workcamp für die Elemente eines Skaterparks auf dem alten Sportplatz in Greste: Matthias Pavan (v. l.), Frank Windel, Osvaldo Ratzlaff, Robin Nickel, Marc Wilms, Susanne Linnenbecker, Katrin Paas, Andrea Rodekamp und Hans Linnenbecker. | © Birgit Guhlke

Für das Workcamp gab es eine 80-prozentige Förderung des Landes sowie von der Stiftung Standort 2.500 Euro. Insgesamt kostet alles zusammen 25.000 Euro, einen Teil trägt die Gemeinde. Es sei das erste Projekt zum Thema Ehrenamt, das die Stiftung unterstütze, sagte Katrin Paas. Es sei eine Unterstützung, die sehr gerne gegeben worden sei. Katrin Paas und Fachbereichsleiterin Andrea Rodekamp lobten beide das vorbildliche Engagement der Jugendlichen, die mit ihrem Weg einen demokratischen Prozess kennengelernt hätten und gegangen seien.

Firmen unterstützen die Jugendlichen

Die Jugendlichen ihrerseits bedankten sich vor allem bei Hans Linnenbecker und Osvaldo Ratzlaff für ihre tatkräftige und fachliche Unterstützung, bei Sandra Linnenbecker und Matthias Pavan (beide Leos) für die Begleitung und Organisation sowie bei der Stiftungsvertreterin mit einer großen Tafel Schokolade. Ihr Dank galt zudem Firmen für Material- und Werkzeugspenden oder Hallenzeiten: Ingenieurbüro DSGN Concepts, Ingo Naschold, aus Münster, Block Holzbau aus Lage, P-S-TEC GmbH aus SHS, Jörg Böttcher aus Gütersloh, Ingo Strelewitz von der Firma Adolf Würth GmbH & Co. KG, Imbiss Gabar aus Asemissen für einen Sonderrabatt für Essen. Und nicht zuletzt bei Luis Paßfall für Videoaufnahmen, aus denen noch ein Film entstehen soll. Und sie dankten der Mama von Marc Willms, Elisabeth Willms, die an drei Tagen für die gesamte Mannschaft Essen gekocht hat.

Die Elemente können im nächsten halben Jahr erst einmal noch bei Frank Windel gelagert werden. Das sicherte er während des Termins spontan zu.

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