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Das Vereinsheim des TuS Leopoldshöhe ist eingezäunt. Das soll Vandalismus an und in dem Gebäude verhindern. - © Birgit Guhlke/Neue Westfälische
Das Vereinsheim des TuS Leopoldshöhe ist eingezäunt. Das soll Vandalismus an und in dem Gebäude verhindern. | © Birgit Guhlke/Neue Westfälische

Leopoldshöhe Strategie gegen Vandalismus am Leopoldshöher Schulzentrum

Am Schul- und Sportzentrum kommt es immer wieder zu Zerstörungen. Anwohner aus Nienhagen müssen sich bei der Spielplatzgestaltung noch gedulden.

Birgit Guhlke
08.02.2022 , 06:34 Uhr

Leopoldshöhe. Die Mitarbeiter des Bauhofs müssen immer wieder zum Schul- und Sportzentrum ausrücken, um Müll zu beseitigen, Schäden zu richten, aufzuräumen. Vandalismus bleibt ein Thema. Auch der TuS Leopoldshöhe ist immer wieder davon betroffen. Jetzt wurde das Vereinsheim zur offen zugänglichen Seite eingezäunt, um zu verhindern, dass Unbekannte Fenster einwerfen, an der Palisade kokeln oder sonst was kaputtmachen. Jetzt will die Gemeindeverwaltung die gesamte Anlage weiter öffnen. Wie damit erreicht werden kann, dass weniger zerstört wird, war nun Thema im Fachausschuss.

Ursprünglich wollte Fachbereichsleiter Dirk Puchert-Blöbaum dem Ausschuss für Generationen, Soziales, Gleichstellung und Sport von einem Ortstermin berichten, an dem auch Vertreter der Kreis-Polizeibehörde teilnehmen sollten. Die Polizei musste aber absagen. Also blieb es bei Vertretern der Gemeinde (Ordnungsamt) und des Sportvereins.

Appell an die Verantwortung

Es gehe darum, an die Verantwortung der Menschen zu appellieren, die das zu einer Multifunktionsanlage ausgebaute Gelände hinter der Felix-Fechenbach-Gesamtschule nutzen. Schilder sollen aufgestellt werden, die die Regeln klarmachen. Und die Anlage soll noch stärker „geöffnet werden“, wie Dirk Puchert-Blöbaum erklärte. Hecken und Büsche sollen gestutzt werden, die Anlage lichter, dunkle Ecken geöffnet werden. Der Rundweg an dem Areal soll zudem „attraktiver“ gestaltet, der Bereich zum TuS-Vereinsheim hingegen stärker abgegrenzt werden. Denn dort sei der Vandalismus „am schlimmsten“.

Die Gemeindeverwaltung verspricht sich von der Öffnung und dem Herrichten der Anlage, dass mehr Leopoldshöher sie nutzen. Mehr Nutzer, mehr Beobachter, mehr zivile Kontrolle. Dem TuS Leopoldshöhe rät er, „sich sofort zu melden, wenn etwas ist“.

Antrag für einen neuen Spielplatz

Anwohner aus Nienhagen hatten, wie berichtet, die Erneuerung des Spielplatzes am Kuckucksweg beantragt. Und fragten, ob dafür nicht auch Leader-Mittel verwendet werden könnten. Grundsätzlich sei das möglich, war die einhellige Meinung aus Politik und Verwaltung. Für die kommende Leader-Runde (ab 2023) sollte doch eh schon ein Antrag dazu gestellt worden sein, wollte Ausschussvorsitzender Klaus Fiedler (CDU) wissen. Das zwar nicht, erklärte Andrea Rodekamp, Fachbereichsleiterin Soziales/Bildung, aber ein Spielplatzkonzept für die gesamte Gemeinde sei dabei tatsächlich ein Thema. Bei diesem Konzept sollen dann auch Bürger mitentscheiden können, welche Spielplätze aufgehübscht werden sollen.

Anwohner aus Nienhagen wünschen sich, dass der Spielplatz am Kuckucksweg neu gestaltet wird. Die Spielgeräte seien mehr als 20 Jahre alt, und der Platz lade nicht zum Verweilen ein, sagen die Antragssteller. - © Birgit Guhlke/Neue Westfälische
Anwohner aus Nienhagen wünschen sich, dass der Spielplatz am Kuckucksweg neu gestaltet wird. Die Spielgeräte seien mehr als 20 Jahre alt, und der Platz lade nicht zum Verweilen ein, sagen die Antragssteller. | © Birgit Guhlke/Neue Westfälische

Ulrich Offel von der Verwaltung ergänzte, dass es dabei nicht nur um Spielgelegenheiten für Kinder gehen soll, sondern um die Gestaltung der Plätze für verschiedene Nutzergruppen. Bei diesem Konzept solle ein Landschaftsarchitekturbüro helfen.

Die Idee, bei Spielflächen auch weitere Freizeitmöglichkeiten mitzudenken, gefiel Heidrun Bode (Grüne). Sie wollte aber weitere Informationen zum zeitlichen Ablauf haben. Die konnte Andrea Rodekamp noch nicht mitteilen, „das Projekt ist noch in der Anfangsphase“. Der Ausschuss verständigte sich darauf, nun erst einmal das Konzept und weitere Informationen zur nächsten Leader-Runde abzuwarten.

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