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Susanne Tono, Heidrun Fillies, Michael Karsten, Christiane Baumert-Sommer, Klaus Sommer, Jörg Gronemeier und Andreas Gronemeier (v. l.) kurz vor dem Abschiedsgottesdienst in der Alexanderkirche. - © Karin Prignitz
Susanne Tono, Heidrun Fillies, Michael Karsten, Christiane Baumert-Sommer, Klaus Sommer, Jörg Gronemeier und Andreas Gronemeier (v. l.) kurz vor dem Abschiedsgottesdienst in der Alexanderkirche. | © Karin Prignitz

Oerlinghausen Sommers emotionaler Abschied

Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde wechselt in den Ruhestand. Viele Weggefährten erinnern an gemeinsame Zeiten und Erlebnisse.

Karin Prignitz
01.02.2022 , 07:11 Uhr

Oerlinghausen. Fast ein Vierteljahrhundert hat Klaus Sommer in der Bergstadt als Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde gewirkt. Am Sonntag ist er im Beisein von 140 Gästen in der Alexanderkirche feierlich verabschiedet worden. Sehr persönliche Worte waren es, die der 66-Jährige mit in den nun folgenden neuen Lebensabschnitt nehmen durfte.

Bürgermeister Dirk Becker verbindet die Persönlichkeit von Klaus Sommer mit vielen Attributen. „Du heißt für mich klares Wort und gute Tat, offenes Ohr und weiser Rat, Liebesquell, Tröster und Mahner zugleich, wachsames Auge und helfende Hand, großes Herz und scharfer Geist, Fürsorger, Schützenbruder, Kümmerer, Spaßvogel, Bürger, Freund und mittendrin statt nur dabei.“ Pfarrer zu sein, das sei für Klaus Sommer nicht nur Beruf sondern Berufung gewesen. Mehr als einmal, sagte Becker, „durfte ich dein großes Herz und deine Güte erleben“.

Besonders großen Wert hat der scheidende Pfarrer während seiner Amtszeit auf die gelebte Ökumene gelegt. „Diese ökumenischen Beziehungen waren ein Gewinn für uns alle“, hob der katholische Amtskollege Michael Karsten hervor. An viele gemeinsame Gottesdienste erinnert er sich und an ein stets vertrauensvolles Miteinander. „Wir sind oft im Doppelpack aufgetreten“, denkt Karsten etwa an den ökumenischen Martinsumzug, an das Reformationsjubiläum im Jahr 2017 oder die Feierlichkeiten anlässlich des Alexanderkirchen-Jubiläums 2014.

Umso größer ist das Bedauern, dass Klaus Sommer nun in den Ruhestand wechselt, „aber ich wünsche ihm nur das Beste“, betonte Karsten. Klaus Sommer sei Brückenbauer gewesen und habe sich neben der Kirche auch in der kommunalen Gesellschaft engagiert. Für Michael Karsten ist es vor allem „die unglaublich sensible, freundliche Art, wie Klaus Sommer mit anderen Menschen umgegangen ist“, die unvergesslich ist.

Auch aus der Partnergemeinde in Afrika kommen Grüße

Pfarrerin Susanne Tono dankte neben Klaus Sommer auch dessen Frau Christiane Baumert-Sommer für deren stetige Unterstützung. Zu den Gastrednern gehörten Heidrun Fillies vom Kirchenvorstand, und Nina Michael für den Verband der Evangelischen Tagesstätten für Kinder in Lippe-West, Pfarrer Jörg Gronemeier und Superintendent Andreas Gronemeier. Kerstin Schütte-Drawe überbrachte Grüße von Jean Paul Nenonene von der Partnergemeinde in Afrika. „Schön, dass wir in dieser schwierigen Coronazeit immerhin diesen Gottesdienst miteinander feiern können“, sagte Pfarrerin Susanne Tono. Mit Anmeldung, Maske und Abstand, aber ohne Sekt und Schnittchen. Die Personenzahl in der Kirche war auf 140 Personen begrenzt worden. Darunter waren auch der Posaunenchor unter der Leitung von Friedrich Hultsch, Matthias Topp und Elli Weidhase an der Orgel, Lina und Julie Holwitt, die den Gottesdienst mit ihrem Gesang bereicherten, sowie Jörg Czyborra mit einem Lied. Czyborra übernahm außerdem die Moderation der Grußworte.

Nach so vielen guten Wünschen und einer so großen Wertschätzung seiner Person gegenüber zeigte sich Klaus Sommer am Ende der zweistündigen Verabschiedung sehr gerührt. Definitiv sei das etwas anderes gewesen, als ein normaler Gottesdienst. Über seine Nachfolge wird in den kommenden Monaten entschieden.

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