0
Die Grundschule Helpup ist von einem Architekten hinsichtlich des Raumbedarfs analysiert worden. Er erarbeitet auch ein Konzept zur Erweiterung und Sanierung. Das flache Verwaltungsgebäude soll abgerissen werden. - © Gunter Held
Die Grundschule Helpup ist von einem Architekten hinsichtlich des Raumbedarfs analysiert worden. Er erarbeitet auch ein Konzept zur Erweiterung und Sanierung. Das flache Verwaltungsgebäude soll abgerissen werden. | © Gunter Held

Oerlinghausen Helpuper Schule wird verändert

Architekt Falko Biermann stellt die Sanierungs- und Erweiterungspläne für die Grundschule vor. Die Maßnahme kostet 3,3 Millionen Euro.

Gunter Held
04.01.2022 , 07:11 Uhr

Oerlinghausen. Der Architekt Falko Biermann war beauftragt worden, den Raumbedarf der Grundschule Helpup zu ermitteln. Als er seine Ergebnisse der Politik vorstellte, wurden die Mängel der Schule deutlich. Als Grundlage nahm Biermann die Kölner Schulleitlinie. Und danach sind die Klassenräume zu klein, die Räume für Küche, Lager und Verwaltung sind zu klein, das Lehrerzimmer und die Lehrerarbeitsplätze sind zu klein und eine Raumfläche für individuelle Angebote wie Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie gibt es gar nicht erst. Insgesamt fehlen Flächen in der Größenordnung von etwa 630 Quadratmetern.

Die Aula beispielsweise bezeichnete Biermann als „viel zu klein“, und der „Neubau“ von 1963, der Klassentrakt West, sei nicht barrierefrei, ebenso wie zahlreiche andere Räume. Die Schule ist recht auseinandergezogen. Es gibt drei eigenständige Gebäude: den Altbau, die Verwaltung und den Neubau, die durch einen überdachten Gang miteinander verbunden sind. Dieser Gang führt auch zum vierten Gebäude, der Turnhalle.

Zu niedrig, zu klein, nicht barrierefrei

In einem Doppelhaus ist die Offene Ganztagsschule (OGS) untergebracht. Er bezeichnete es auch als richtig, dass die Stadt Oerlinghausen das Wohnhaus erworben hat, das südlich der Schulgebäude liegt. Gleichzeitig schränkte er ein, dass sich das Haus nicht sanieren ließe.

Besonderer Kritikpunkt war die einfache Baukonstruktion aus fünf Zentimeter Estrichaufbau und fünf Zentimeter Beton-Rippendecke. Zudem sei eine lichte Raumhöhe von 2,6 Meter im Bereich der Mensa zu niedrig. Der Raumbedarf für die Mensa beträgt 120 Quadratmeter plus 75 Quadratmeter für Küche und Nebenräume. Auch die Aula sei mit einer lichten Höhe von drei Meter zu niedrig.

Der Neubau sei schwierig zu erschließen, Barrierefreiheit sei nicht gegeben. Im Doppelhaus der OGS gebe es keine Barrierefreiheit. Auch Flure und Rettungswege fehlten.

Das von der Stadt erworbene Haus Währentruper Straße 7 habe eine Wohnfläche von 100 Quadratmeter. Der Raumbedarf der Verwaltung liege bei 257 Quadratmeter plus einem Lehrerzimmer mit 80 Quadratmeter, die in einem Anbau verwirklicht werden könnten. Allerdings sei das Gebäude nicht saniert und wegen eines erhöhten Sockelgeschosses nicht barrierefrei. Zudem liege es abseits und bedinge dadurch längere Wege zu den Klassenräumen.

Für die Erweiterung und Sanierung der Schule zu einer 3,5-zügigen, barrierefreien Grundschule mit Ganztagsbereich stellte Biermann dann einen Finanz- und Terminplan vor. Nach Vorstellung des Architekten soll die Schule Ende der Sommerferien 2025 fertig sein, die Gesamtkosten betrügen 3,3 Millionen Euro.

Augenfälligste Veränderung ist der Abriss des jetzigen Verwaltungsbereiches. Dort soll ein zweigeschossiges Gebäude entstehen. Im Erdgeschoss soll eine Mensa/Aula mit Bühne und einem Durchgang zur OGS entstehen. Das Obergeschoss ist dann der Verwaltung vorbehalten. Gläserne Verbindungsbrücken schaffen Übergänge zum Altbau und zum Neubau. Falls in diesem Jahr mit dem Umbau begonnen wird, kalkuliert der Architekt für den Abriss 200.00 Euro.

Mehr zum Thema

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken