0
Regina Knappert und Ilona Neumann von der Kunstwerkstatt sowie Horst Biere vom Lions Club präsentieren den Kunstkalender 2022, der in limitierter Auflage erschienen ist. - © Gunter Held
Regina Knappert und Ilona Neumann von der Kunstwerkstatt sowie Horst Biere vom Lions Club präsentieren den Kunstkalender 2022, der in limitierter Auflage erschienen ist. | © Gunter Held

Eine gute Tat in letzter Minute

Heimische Künstler präsentieren im Kunstkalender einen malerischen Spaziergang durch die Bergstadt.

Gunter Held
21.12.2021 , 09:11 Uhr

Oerlinghausen. Einen malerischen Spaziergang durch Oerlinghausen unternahmen Mitglieder des Kunstvereins vor einigen Monaten – und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Denn die Eindrücke des Streifzuges fanden ihren Niederschlag in Bildern. Und aus diesen wiederum entstand der zweite Oerlinghauser Kunstkalender, der in einer limitierten Stückzahl von 200 Exemplaren aufgelegt wurde.

Und ein paar dieser Exemplare sind noch zu haben. Gut für jemanden, der noch auf die letzte Minute ein Weihnachtsgeschenk braucht. Noch besser: Mit dem Erwerb eines Kalenders vollbringt der Käufer auch eine gute Tat, denn der komplette Erlös des Kalenders, der für 18 Euro zu haben ist, wird für kunstpädagogische Zwecke an Oerlinghauser Schulen verwendet. Der Kalender, den die Kunstwerkstatt gemeinsam mit dem Lions Club herausgegeben hat, ist zu bekommen in der Buchhandlung Blume, dem Rumpelstilzchen, dem Mode- und Kosmetikgeschäft von Martina Becker und, in Schloß Holte-Stukenbrock, im Service-Point der Neuen Westfälischen.

Der malerische Spaziergang beleuchtet auf 13 Kalenderblättern vor allem einige historische Hintergründe der Bergstadt. Das zeigt bereits das Titelbild, die Altdeutsche Bierstube. Das Lokal an der Hauptstraße hat eine abwechslungsreiche Vergangenheit, denn in diesem Haus eröffnete im Jahr 1855 die erste Oerlinghauser Zigarrenfabrik ihre Manufaktur.

Auch die kleinen Tweten und Gassen, die Oerlinghausen so unverwechselbar machen und auch heute noch einen spürbaren historischen Charme in die Altstadt bringen, sind im Kalender vertreten. Ebenso wie auch das historische Schopkebad, die früheren Sennebauernhöfe und die Hünenkapelle auf dem Tönsberg. Ein Kalenderblatt zeigt auch die ehemalige Synagoge, in der der Oerlinghauser Kunstverein eine Heimat gefunden hat und dort Ausstellungen gezeigt hat und wieder zeigen wird – sobald es die pandemische Situation wieder zulässt, die weit über die Grenzen der Bergstadt Beachtung fanden.

Alle Gemälde sind mit ausführlichen Textinformationen versehen. Die Bilder des Kalenders vermitteln dem Betrachter also nicht nur die Sichtweise zeitgenössischer Künstler, sie geben auch einen unterhaltsamen Einblick in die Vergangenheit der Bergstadt Oerlinghausen.

Mehr zum Thema

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken