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Kassiererin Helene Mertz und der Vorsitzende Falko Biermann haben Uta Ober, Ilona Schlüssel, Claudia Hädrich und Julia Schaper (v. l.) Blumen überreicht. - © Karin Prignitz
Kassiererin Helene Mertz und der Vorsitzende Falko Biermann haben Uta Ober, Ilona Schlüssel, Claudia Hädrich und Julia Schaper (v. l.) Blumen überreicht. | © Karin Prignitz

Oerlinghausen Die Besonderheit dieses Oerlinghauser Schulfördervereins

Der Förderverein der Südstadtschule besteht seit 25 Jahren. Fünf Pädagoginnen sind von Beginn an dabei. Es gibt Pläne für ein Sommerkino und ein Café zur Landtagswahl.

Karin Prignitz
23.11.2021 , 18:18 Uhr

Oerlinghausen. Am 1. August 1995 ist die Südstadtschule eingeweiht worden. Ein Jahr später wurde der Förderverein gegründet. Er besteht also seit 25 Jahren. In aller Regel ist es so, dass Eltern, wenn die Kinder die Schule verlassen, austreten. In der Südstadtschule ist beim Förderverein von Beginn an auch die Förderung des Kollegiums ein wichtiges Kriterium. Und hier gibt es etwas Besonderes. Fünf Pädagoginnen gehören dem Verein nach wie vor an. Sie sind jetzt geehrt worden.

Julia Schaper, Uta Ober, Ilona Schlüssel, und Schulleiterin Claudia Hädrich (auch Tanja Rolfes gehört dazu) erzählen von einem „tollen Zusammenhalt“ und einer Schule, die zum Teil von Kindern aus 80 unterschiedlichen Nationen besucht worden ist. „Wir hatten immer mit Familien zu tun, die finanziell nicht so gut gestellt waren“, erzählt Julia Schaper. Deshalb sei es nicht einfach gewesen, Fördervereinsmitglieder zu gewinnen.

Kleinster Förderverein, aber größter Zuwachs

Das habe sich mittlerweile gründlich geändert, sagt der aktuelle Vorsitzende Falko Biermann. „Wir sind der kleinste Oerlinghauser Förderverein, aber wir haben gerade den größten Zuwachs.“ Seit dem Sommer ist der Neubau der Schule in Betrieb. Elf Eintritte hat es seither gegeben, insgesamt sind es jetzt 43 Mitglieder.

Uta Ober war bis zum Jahr 2008 Lehrerin an der Grundschule. „Diese Schule zu unterstützen, war und ist mir ein großes Anliegen“, betont sie. Auch Julia Schaper führt den sozialen Moment an. Sie und die Kolleginnen erinnern sich auch an Weihnachtsmarktstände mit Selbstgebackenem und -gebasteltem der Kinder, an Pedalos und kleine Fahrräder, die für die Mobilitätserziehung angeschafft werden konnten.

Projekte wie „Mein Körper gehört mir“ sind unterstützt und, wenn nötig, Fahrtkosten für einzelne Kinder übernommen worden. „Stutenkerle am 6. Dezember vom Nikolaus, die hat es von Anfang an gegeben“, erzählt Julia Schaper von einer liebgewordenen Tradition. Von Familie Wüllner (Carolinen), die zu den Fördermitgliedern gehörten, gab es Trikots für die Schulmannschaft, unter anderem.

Eine Parzelle in den Südstadtgärten

Bei den Vorsitzenden seien Petra Oberschelp und Astrid Krabbe sehr aktiv gewesen. „Das war ein starkes Team“, sagen die Pädagoginnen übereinstimmend. Falko Biermann hat seit der Jahreshauptversammlung eine neue Stellvertreterin an seiner Seite. Daniela Krispin folgt auf Nelly Isaak. Beschlossen wurde, dass der Förderverein eine Parzelle in den Südstadtgärten anmietet. „Die Offene Ganztagsschule wird sie anlegen und pflegen“, berichtet Falko Biermann.

Diskutiert wurde darüber hinaus über anstehende Veranstaltungen. Wenn es coronabedingt möglich gewesen wäre, wollte der Förderverein in seinem Jubiläumsjahr mit einer Bude am „Advent am Bült“ am 4. und 5. Dezember auf dem Schützenplatz teilnehmen. Dieser von den Schützen organisierte Bergstadt-Adventsersatz ist nun wegen der steigenden Infektionszahlen abgesagt worden. Ins Auge gefasst werden außerdem ein Sommerkino im neuen Stadtteiltreff, ein Landtagswahl-Café und ein Sponsorenlauf beim Südstadtfest.

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