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Landschaftsarchitekt Frank Nobbe, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Michael Ottenströer vom Bauamt, Eberhard Beckemeyer, Landschaftspfleger des Kreises Gütersloh, Laura Ostermann, Azubi beim Kreis, Elke Appelbaum vom Projektbüro Emsradweg, Frank Ahnfeldt, Geschäftsführer der Biologischen Station Paderborn-Senne und Imke Heidotting, Stadtmarketing. - © FOTO: GUNTER HELD
Landschaftsarchitekt Frank Nobbe, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Michael Ottenströer vom Bauamt, Eberhard Beckemeyer, Landschaftspfleger des Kreises Gütersloh, Laura Ostermann, Azubi beim Kreis, Elke Appelbaum vom Projektbüro Emsradweg, Frank Ahnfeldt, Geschäftsführer der Biologischen Station Paderborn-Senne und Imke Heidotting, Stadtmarketing. | © FOTO: GUNTER HELD

SCHLOß HOLTE-STUKENBROCK Über den Fluss und in den Wald

Treppen und Stege an den Emsquellen werden erneuert

VON GUNTER HELD VON GUNTER HELD
14.04.2010 | Stand 13.04.2010, 21:43 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Mitte der 90er Jahre sollten die Emsquellen so richtig schön zurechtgemacht, mit einer Palisadenfassung hübsch eingefasst werden. Damals stellte man sich eine murmelnde Quelle in malerischer Landschaft vor. Klappte aber nicht. "Die Ems entspringt einem Quellhorizont", erklärte gestern Frank Ahnfeldt, Geschäftsführer der Biologischen Station Paderborn-Senne, "das Wasser kommt überall aus dem Sand. Besucher könenn den Bereich auf Treppen und Stegen erwandern. Doch die sind morsch. In den nächsten vier Wochen werden sie erneuert.

Das Lärchenholz der bestehenden Anlage, die 1995 eingebaut wurde, ist vielfach geflickt und jetzt marode. Die Pfosten, die den Steg halten, verfaulen. Da traf es sich gut, dass der Ems-Radweg ausgebaut wird – und zwar von der Quelle bis zur Mündung. Dieser Ausbau wird finanziert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Somit übernehmen das Land NRW im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms und der EFRE 80 Prozent der Investitionskosten in Höhe von 65.000 Euro. 20 Prozent werden jeweils zur Hälfte von der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock und dem Kreis Gütersloh finanziert.

Der Landschaftsarchitekt Frank Nobbe vom Rietberger Planungsbüro Wolf stellte gestern das Projekt vor. Erneuert werden sowohl die Treppen als auch der Steg. Und der wird diesmal auf einem Fundament gegründet Die Firma Bockey aus Ennigerloh führt die Arbeiten aus. Hermann Bockey: "Eine Unterkonstruktion aus Holz würde wieder anfangen zu faulen, weil die Wasserstände sich immer wieder ändern." Nun wird das Fundament aus Beton gegossen, es werden Stahlträger eingebaut und darauf werden Eichenbohlen aufgeschraubt. Das soll für die nächsten Jahrzehnte halten.

Der Verlauf des neuen Steges wird sich am alten orientieren, erklärte Nobbe. Lediglich eine Plattform wird neu hinzugenommen. Eberhard Beckemeyer, Landespfleger beim Kreis Gütersloh: "Wir haben hier oft Schulklassen und da ist es einfach leichter für den Lehrer, wenn die Gruppe auf einer Plattform zusammenbleibt." Die Holzterrasse wird direkt über der murmelnden Ems angebracht, ist trapezförmig und 35 Quadratmeter groß.

Damit die Arbeiten bis Christi Himmelfahrt, 13. Mai, tatsächlich fertig sind, stellt der Kreis Gütersloh zwei Helfer ab. Lukas Potthoff leistet in der Unteren Landschaftsbehörde gerade seinen Zivildienst und Hendrik Reckendrees absolviert dort sein freiwilliges ökologisches Jahr. Die Pflege des Mikrobiotops wird weiterhin die Biologische Station übernehmen.

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