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1830 wurde die erste Apotheke Oerlinghausens von Friedrich Melm eröffnet. Die Fotografie entstand 1880. Im Anbau der heutigen Apotheke haben die Ärzte Dr. Christian Wachsmuth-Melm und Dr. Ines Lay ihre Praxisräume. - © Repro: Horst Biere / Quelle: Henner Wachsmuth-Melm
1830 wurde die erste Apotheke Oerlinghausens von Friedrich Melm eröffnet. Die Fotografie entstand 1880. Im Anbau der heutigen Apotheke haben die Ärzte Dr. Christian Wachsmuth-Melm und Dr. Ines Lay ihre Praxisräume. | © Repro: Horst Biere / Quelle: Henner Wachsmuth-Melm
Oerlinghausen

Als Oerlinghauser Ärzte auch noch Barbiere waren

Stadtgeschichte: Mediziner im alten Oerlinghausen nannten sich Chirurgus oder Sanitätsrat. Und manchmal hatten sie abenteuerliche Ideen, um Menschen zu heilen.

Horst Biere
25.04.2021 | Stand 23.04.2021, 17:56 Uhr

Oerlinghausen. In früheren Jahrhunderten waren Ärzte offenbar Allround-Talente – auch in Oerlinghausen. Sie schnitten ihren Patienten die Haare, ließen sie kräftig zur Ader, verordneten Badekuren, zogen faule Zähne und nahmen ganz locker auch chirurgische Eingriffe vor. Der erste Heilkundige, den die Oerlinghauser Dorfchronik erwähnt, ist ein Feldscher – eine Art Militärmediziner – aus dem Jahr 1703. Er arbeitete nebenbei als „Barbier“ und wurde deshalb als Mediziner erwähnt, weil er dem Oerlinghauser Bernd Bunte 27 Groschen für ärztliche Leistungen berechnete.

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