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Wildschweine sind extrem scheue Tiere. Deshalb sehen Spaziergänger sie kaum. - © Kapuhs/djv
Wildschweine sind extrem scheue Tiere. Deshalb sehen Spaziergänger sie kaum. | © Kapuhs/djv

Oerlinghausen Die Sorge der Jäger ums Wild

Jäger versuchen, den Bestand an Schwarzwild niedrig zu halten, damit sich die in Deutschland neu aufgetretene Afrikanische Schweinepest nicht weiter ausbreitet.

Gunter Held
14.04.2021 | Stand 13.04.2021, 17:58 Uhr

Oerlinghausen. In den Jagdgebieten rund um Oerlinghausen gibt es in diesem Frühjahr wenig Wildschweine. Das ist einerseits gut, andererseits fehlen sie natürlich. Wer sich jetzt mit Jägern unterhält, kommt in kürzester Zeit auf das Thema Afrikanische Schweinepest. Während diese Tierseuche für den Menschen ungefährlich ist, liegt die Sterblichkeitsrate bei infizierten Wildschweinen bei nahezu 100 Prozent. In Deutschland wurde die Krankheit zum ersten Mal im September 2020 bei Wildschweinen festgestellt. Epidemiologische Untersuchungen ergaben jedoch im Nachhinein den Juli 2020 als Zeitraum für den Beginn westlich der deutsch-polnischen Grenze. „Der Erreger kann über Kleidung, Autoreifen oder Nahrungsmittel übertragen werden. In nicht erhitzten Fleisch- und Wurstwaren kann der Erreger für Tiere monatelang infektiös bleiben. Ein achtlos entsorgtes Wurstbrot kann für Tiere zum Problem werden“, sagt NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser. Und gerade in den Bereich Oerlinghausen kann der Erreger leicht eingeschleppt werden, weil die Autobahn 2 die Transitstrecke nach Osten ist. Bislang ist es in keinem der betroffenen Länder gelungen, das Virus wieder auszurotten. Bekämpft wird der Erreger durch eine weitgehend offene Jagd auf Wildschweine, Schwarzwild, wie es Jäger nennen.

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