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Ziegler verladen die schweren Backsteine mit Handkarren. - © Repro: Horst Biere
Ziegler verladen die schweren Backsteine mit Handkarren. | © Repro: Horst Biere

Oerlinghausen Als Helpups Wahrzeichen zu Boden ging

Reinekes Schornstein wurde gesprengt. Die Ziegelei brannte nicht nur Steine, sondern diente als Luftschutzraum, Strohlager, Pfadfinderheim, zur Champignonzucht und als Abenteuerspielplatz.

Horst Biere
11.04.2021 | Stand 09.04.2021, 18:06 Uhr
Ein Riese fällt zu Boden. Im September 1958 wurde der große Schornstein von Reinekes Ziegelei gesprengt. - © Repro: Horst Biere
Ein Riese fällt zu Boden. Im September 1958 wurde der große Schornstein von Reinekes Ziegelei gesprengt. | © Repro: Horst Biere

Oerlinghausen. Ein grauer Septembertag im Jahre 1958. Ein dumpfes Wummern und dann ein langanhaltendes Krachen und Prasseln ertönten an der Bundesstraße 66 in Helpup. Langsam legte sich das größte Helpuper Wahrzeichen auf die Seite, zerbrach in der Mitte und donnerte in einer riesigen Staubwolke zu Boden. Hunderte von Zuschauern hatten in sicherer Entfernung das große Spektakel verfolgt. Der Schornstein von Reinekes Ziegelei wurde gesprengt, der markante Backsteinturm und die großen Produktionshallen lagen zwischen der früheren Fleischerei Sieveke und der oberen Bergstraße – kurz vor Siekmanns heutiger Tankstelle. Damit ging eines der letzte Relikte einer einstmals blühenden Industrie in die Geschichte ein – die der Ziegeleien.

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