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Brachts Hof war das größte Gebäude Oerlinghausen (gegenüber der heutigen Fleischerei Nier). Gern ließen sich die lippischen Regenten im sogenannten „Schloss“ bewirten. 1901 brannte es ab. - © Horst Biere / Zeichnung: Adolf Westerheide
Brachts Hof war das größte Gebäude Oerlinghausen (gegenüber der heutigen Fleischerei Nier). Gern ließen sich die lippischen Regenten im sogenannten „Schloss“ bewirten. 1901 brannte es ab. | © Horst Biere / Zeichnung: Adolf Westerheide

Oerlinghausen Die üblen Tricks des lippischen Grafen

Stadtgeschichte: Wie der Regent, Graf Friedrich Adolf zur Lippe auf Kosten des Oerlinghauser Vogts Hermann Adolf Bracht rauschende Feste feierte, das Bezahlen vergaß und später den Verwalter des Dorfes einsperrte und ruinierte.

Horst Biere
22.11.2020 | Stand 20.11.2020, 18:36 Uhr

Oerlinghausen. Graf Friedrich Adolf zur Lippe liebte das Leben in Saus und Braus. Der Detmolder Regent, der von 1697 bis 1718 herrschte, gilt als typischer Vertreter der Barockzeit. Er schätzte die pompöse Architektur, schuf kostspielige Bauprojekte wie den Friedrichstaler Kanal in Detmold und feierte rauschende Feste nach Art des französischen Sonnenkönigs. Vor allem aber liebte er die Feste auf Kosten seiner Untertanen, denn in seiner Kasse herrschte ständig Ebbe.

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