0
Nach einem halben Jahr Vorbereitungszeit geben die Bläserinnen und Bläser des CVJM-Posaunenchores Helpup ihr Adventskonzert. Der Auftritt am Sonntagnachmittag in der evangelisch-reformierten Kirche findet viel Zuspruch. - © Knut Dinter
Nach einem halben Jahr Vorbereitungszeit geben die Bläserinnen und Bläser des CVJM-Posaunenchores Helpup ihr Adventskonzert. Der Auftritt am Sonntagnachmittag in der evangelisch-reformierten Kirche findet viel Zuspruch. | © Knut Dinter

Oerlinghausen Die Frage nach der Bedeutung des Advents

Der Posaunenchor des CVJM Helpup sowohl hat traditionelle als auch moderne Werke vorgetragen und zugleich zum Nachdenken angeregt.

Knut Dinter
03.12.2019 | Stand 02.12.2019, 18:25 Uhr

Oerlinghausen. Mit seinem Adventskonzert lud der Posaunenchor des CVJM Helpup die Zuhörer nicht nur zu einer musikalischen, sondern auch persönlichen Entdeckungsreise ein. „Unsere Idee war, unsere Zuhörer anzuregen, sich die Frage zu stellen: Was bedeutet Advent für mich persönlich?“, sagte Chorleiterin Christa Prüßner bei ihrer Begrüßung in der evangelisch-reformierten Kirche. Für Maren Prüßner, Marieke Laube, Jan Lucas Hattenbuhr und Anton Hollmann war das Konzert eine Premiere. Als jüngste Mitglieder des Posaunenchores hatten die 13- und 14-Jährigen bislang in einer eigenen Gruppe geübt. Jetzt traten sie erstmals gemeinsam mit den erfahrenen Bläsern öffentlich auf. Von Lampenfieber war nichts zu spüren. „Seit dem Sommer proben wir schon gemeinsam. Das läuft alles ganz problemlos“, sagte Jan Lucas Hattenbuhr. „Die Älteren akzeptieren uns ohne weiteres und geben uns auch viele Tipps, wie wir das Spiel noch verbessern können.“ Beim Adventskonzert bewiesen die Neulinge jedenfalls, dass sie den anderen 26 Bläserinnen und Bläsern keineswegs nachstehen. Mit einer festlichen „Fanfare Esprit“ zu Beginn stellte Dirigent Rüdiger Meyer sie als schwungvoll spielendes Ensemble vor. Dem ließen die Bläser ein bekanntes, eher ruhiges Stück folgen. Mit „Wir sagen euch an den lieben Advent“ brachten sie die Vorfreude auf das nahende Weihnachtsfest musikalisch zum Ausdruck. Spende für die Nachwuchsarbeit Im Wechselspiel mit Conny Schneider an der Orgel erklangen fünf Sätze der Choralpartita „Nun komm der Heiden Heiland“, bei der das Grundthema in unterschiedlichen Variationen wieder aufgenommen wird. Nach einem modernen Orgel-Solo wechselten Bianca Laube und Astrid Prüßner die Instrumente. Von der Empore aus trugen sie mit Alt- und Sopranblockflöte und gemeinsam mit Organistin Conny Schneider zwei Stücke von Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi vor. Nach diesem Ausflug in die Klassik folgte ein modernes Wiegenlied, das betont sanfte „Christmas Lullaby“. Mit drei Lesungen regte Rainer Möller, Vorsitzender des Kirchenvorstands, zum Nachdenken an. Im Gegensatz zum allgemein üblichen Trubel der Vorweihnachtszeit sollten die kurzen Texte Anlass bieten, innezuhalten, hinzuhören und die Bedeutung des Advents zu verinnerlichen. Mit recht populären Kirchenliedern wie „Macht hoch die Tür“ und „Tochter Zion“ wurden die Zuhörer eingeladen, die abwechselnd von Orgel und Blasinstrumenten begleiteten Texte mitzusingen. Ebenso schwungvoll wie zu Beginn verabschiedeten sich die Bläserinnen und Bläser auch wieder. Den Abschluss bildete das moderne „Engel singen helle Lieder“ des zeitgenössischen Komponisten Matthias Schnabel. Die Vorsitzende Christa Prüßner bat am Ende um eine Spende zugunsten der Nachwuchsarbeit. „Wir möchten nicht nur junge, sondern auch jung gebliebene Interessenten einladen“, sagte sie. Bewusst sollen Erwachsene angesprochen werden, die sich dem Chor als Wiedereinsteiger anschließen möchten. Kontakt unter Tel. (0 52 02) 1 53 71.

realisiert durch evolver group