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International gefragt: Die Gruppe „ABBA World Revival“ aus Prag existiert seit 16 Jahren. Nach Konzerten in Deutschland, Österreich, Polen und Russland möchten sie demnächst auch in England auftreten. - © Knut Dinter
International gefragt: Die Gruppe „ABBA World Revival“ aus Prag existiert seit 16 Jahren. Nach Konzerten in Deutschland, Österreich, Polen und Russland möchten sie demnächst auch in England auftreten. | © Knut Dinter

Oerlinghausen ABBA-Coverband verbreitet in Oerlinghausen Partystimmung wie in den 70ern

Mit ihrem dritten Konzert in Oerlinghausen begeisterte die Gruppe „ABBA World Revival“ erneut 500 Besucher in der Aula des Gymnasiums.

Knut Dinter
07.10.2019 | Stand 07.10.2019, 18:45 Uhr

Oerlinghausen. Bereits zum dritten Mal war die Gruppe „ABBA World Revival“ zu Gast in Oerlinghausen. Und erneut spielte die Cover-Band aus Prag in einer voll besetzten Aula des Niklas-Luhmann-Gymnasiums. Die mitreißende Musik des schwedischen Originals machte das Konzert zur Party. Schon nach den ersten drei oder vier Popsongs hielt es viele der 500 Besucher nicht mehr auf ihren Plätzen. Denn die Hits wie „Waterloo“ und „Mamma Mia“ wirkten wie eine direkte Einladung zum Tanzen. Werner Bauch vom veranstaltenden Verein „Musik für gute Zwecke“ hatte dazu eigens eine Fläche vor der Bühne reserviert. Ohrwürmer Es folgte ein zweieinhalbstündiges Programm mit 30 Titeln von Agnetha, Björn, Benny, Anni-Frid, die in den siebziger Jahren Weltruhm erlangten. Mit ihrem Grundmuster aus Strophen und Refrain im Wechsel sind sie sehr eingängig und prägten den eigenen, unverkennbaren Sound. Diese ABBA-Welt mit ihren zahlreichen Ohrwürmern ließen die vier Sängerinnen und sechs Musiker aus der Tschechischen Republik in großer Anlehnung an ihre Vorbilder wieder auferstehen. Bandleader Dan Hofrichter betonte, dass die Gruppe auf jegliches Playback und auf Zuspielungen verzichtet. „Wir spielen zu 100 Prozent live“, sagte er. Und so war das Flötenspiel bei „Fernando“ genauso authentisch wie die Keyboardklänge von Hofrichter und der Gesang der beiden Leadsängerinnen. Mehr noch, Gabriela Hormickova und Veronika Platzkova überzeugten das Publikum mit ihren ausdrucksstarken Stimmen, die auch anspruchsvolle Passagen mühelos bewältigten. Dancing Queen Um beim dritten Auftritt in Oerlinghausen neue Akzente zu setzen, hatte die Band auch Titel wie „Slipping Through My Fingers“ aus dem letzten ABBA-Album in das Programm aufgenommen. „Die Lieder von ‚The Visitors‘ sind sehr schön, aber wenig populär“, sagte Hofrichter. „Aber die Leute wollen immer wieder die bekannten Hits hören.“ Die Prager Profis kamen den Wünschen gerne nach. Ohne lange Pausen folgte „Chiquitita“ auf „The Winner Takes It All“ und „Dancing Queen“ – vom Publikum jeweils mit großen Applaus bedacht. Der Bandleader bedankte sich: „Oerlinghausen ist eine entzückende Stadt“, sagte er. „Und das Publikum ist sehr reizend.“ Schon seit 1982 tritt ABBA nicht mehr auf, und dennoch scheint ihre Musik kein Verfallsdatum zu haben. „Das ist doch die Musik unserer Jugend“, meinten Brigitte und Wilhelm Bracht begeistert. „Bei dem Konzert war alles perfekt, einfach super“, lautete das Urteil des Oerlinghauser Ehepaars. Als Fans der Musik von ABBA gaben sich auch Sandra und Michael Uhde zu erkennen. „Es hat sich wirklich gelohnt“, sagten die beiden Bergstädter. Reinhild Aukamp erinnerte sich an die eigene Jugendzeit. „Man kann ja alle Texte mitsingen, ich fühle mich 40 Jahre jünger“, sagte sie. Und Ehemann Winfried Aukamp ergänzte: „Die Sängerinnen haben wirklich tolle Stimmen. Dass alles live präsentiert wird, finde ich wirklich anerkennenswert und mutig.“ Barbara Velske aus Oerlinghausen zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Auftritt. „Vor zwei Jahren habe ich die Gruppe hier auch schon erlebt. Insgesamt ist sie wirklich gut. Ich meine aber, eine der beiden damaligen Sängerinnen war noch überzeugender“, sagte sie. Jugendprojekte Über die positive Resonanz freute sich nicht zuletzt der Vereinsvorsitzende Werner Bauch. „Wir haben nicht nur einen Beitrag zur Geselligkeit in unserer Stadt geleistet, sondern konnten bislang auch schon mehr als 10.000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen spenden.“ Für die Unterstützung des jüngsten Konzerts wurden die Technik-AG der Heinz-Sielmann-Schule und des Niklas-Luhmann-Gymnasiums sowie der Förderverein für Kinder- und Jugendarbeit der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lipperreihe mit jeweils 300 Euro bedacht. Die nächsten Veranstaltungen seien bereits fest geplant, teilte Bauch mit. So hat er das Blasorchester der Stadt Lügde eingeladen, am 5. Januar 2020 in Oerlinghausen ein Neujahrskonzert zu geben.

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