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Zwei Wochen Training: Bei Ausflügen, Alltagsaufgaben und bei ihrem selbst ausgedachten Puppenspiel konnten die Grundschüler ihre Sprachkenntnisse in Deutsch verbessern. - © Knut Dinter
Zwei Wochen Training: Bei Ausflügen, Alltagsaufgaben und bei ihrem selbst ausgedachten Puppenspiel konnten die Grundschüler ihre Sprachkenntnisse in Deutsch verbessern. | © Knut Dinter

Oerlinghausen Oerlinghauser Kinder verbessern spielerisch ihre Deutschkenntnisse

Mit finanzieller Förderung des Ministeriums haben 15 zugewanderte Mädchen und Jungen der Südstadt-Grundschule ein zusätzliches Sprachtraining während der Sommerferien absolviert.

Knut Dinter
11.08.2019 | Stand 11.08.2019, 17:00 Uhr

Oerlinghausen. Zwei Wochen lang herrschte in der Südstadt-Grundschule auch in den Sommerferien reger Betrieb. 15 zugewanderte Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, spielerisch ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Den Kursus „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ finanzierte das Schulministerium. „Die Kinder haben super mitgemacht“, berichteten Leonie Schaper und Alexander Wolff. Die beiden Studierenden waren die Sprachbegleiter. Sie hatten sich die Aufgabe schwieriger vorgestellt, zumal Kinder aus allen Klassenstufen vertreten waren und aus so unterschiedlichen Ländern wie Russland, Irak und Eritera stammen. Sprachbegleiter Angesprochen waren Grundschüler, die erst im Laufe der vergangenen zwei Jahre nach Deutschland gekommen sind. Im Vorgespräch mit der stellvertretenden Schulleiterin Svenja Schilling hatten die beiden Sprachbegleiter wertvolle Hinweise erhalten. Mit der Gruppe unternahmen sie Ausflüge ins Archäologische Freilichtmuseum und zum Tierpark Olderdissen. In der Oerlinghauser Stadtbücherei erhielten alle einen Bibliotheksausweis. Ziel war es, mehr Routine in der Kommunikation zu gewinnen. Nach dem gemeinsamen Frühstück und Mittagessen standen deshalb kleine Dienste wie das Einräumen der Spülmaschine an. „Die Kinder lernten, sich im Alltag zurecht zu finden“, sagte Leonie Schaper. „Dabei halfen sie sich gegenseitig, wenn mal ein Wort gefehlt hat.“ Abschlussfest Besonders beeindruckten die Kinder ihre Sprachbegleiter, als es galt, das Abschlussfest für die Eltern und Geschwister zu organisieren. Selbstständig kamen sie auf die Idee, ein Theaterstück einzustudieren. Dazu fertigten sie Handpuppen aus Strümpfen und Wollfäden an, dachten sich eine Geschichte aus und malten Kulissen auf großen Pappen. Bei der Aufführung zeigten die Schülerinnen und Schüler, wie die Geburtstagfeier für den fünfjährigen Jan vorbetreitet wird. Geschenke müssen besorgt werden, ein Besuch beim Friseur steht an und die Bürgermeister-Puppe bringt als Überraschungsgast ein Malbuch mit. Bei der Familienparty wird dann so kräftig gefeiert und getanzt, dass die Wollhaare nur so herumwirbeln. Mit dem Landesprogramm sollte eine intensive und lebensnahe Sprachförderung erreicht werden. Dieses Ziel sei erreicht worden, der Kursus habe sich gelohnt, lautet das Fazit von Leonie Schaper und Alexander Wolff.

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