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Geschick: Aufgeteilt in zwei Gruppen sollen die Fünftklässler in der HSS-Mensa Erdgasrohre mit den entsprechenden Verbindungsstücken möglichst schnell zusammensetzen. Etwas schneller ist am Ende die Gruppe mit den
Trinkwasserrohren- die daraus ein Haus bauen soll. - © Karin Prignitz
Geschick: Aufgeteilt in zwei Gruppen sollen die Fünftklässler in der HSS-Mensa Erdgasrohre mit den entsprechenden Verbindungsstücken möglichst schnell zusammensetzen. Etwas schneller ist am Ende die Gruppe mit den
Trinkwasserrohren- die daraus ein Haus bauen soll. | © Karin Prignitz

Oerlinghausen Fünftklässler als Energieexperten

Heinz-Sielmann-Schule: Schüler lernen auf vielfältige Weise alles Wissenswerte über Energiegewinnung und Einsparmöglichkeiten. Auf dem Schulhof rollen Solarcars

Karin Prignitz
15.05.2019 | Stand 14.05.2019, 19:17 Uhr |

Oerlinghausen. „Einer für alle, alle für Mutter Erde.“ Dieses Fazit haben die 75 Fünftklässler der Heinz-Sielmann-Sekundarschule am Ende eines spannenden und informativen Projekttages verinnerlicht. Zuvor waren die Jungen und Mädchen der komplexen Frage „Was ist Energie“, woher kommt sie und wie lässt sie sich einsparen, auf unterschiedlichen Wegen nachgegangen. Am Ende konnten sie ihr Wissen in einer interaktiven Show überprüfen – und hatten dabei eine Menge Spaß. Moderator Achim Büchner und sein Kollege Justin Kettner von der Agentur „FS Infotainment“ führten die Schülerinnen und Schüler in einem lebendigen, unterhaltsamen Mix aus Show, Mitmachaktionen und Kurzvideos durch die grundlegenden Fragestellungen und Lösungsansätze zum Thema „Energiegewinnung und Energieverbrauch“. Im Vordergrund stand das erlebnisorientierte Lernen und das klappte bestens. Aufmerksam waren die Fünftklässler über einen Zeitraum von knapp 90 Minuten und mit Eifer dabei, als es beispielsweise darum ging, ein Haus aus Trinkwasser- und aus Erdgasrohren zu bauen. Doppelter Nutzen In Kooperation mit den Oerlinghauser Stadtwerken ist der Energie-Projekttag bereits an den Grundschulen gelaufen – jetzt erstmals an der Heinz-Sielmann-Schule. Acht- und Neuntklässler hatten in der Technik-AG mit der Unterstützung von Elektroflitzer-Spezialist Adolf Schulze aus Lemgo Grundmodelle für die Teilnahme am Bobby-Car-Solarcup gebaut. Der Cup findet im September in Bielefeld statt. Kooperationspartner sind die Hanning-Elektrowerke. Adolf Schulze wies auf den doppelten Nutzen hin. „Wenn der Lehrmeister sieht, dass sich jemand geschickt anstellt, bekommt derjenige vielleicht eine Lehrstelle.“ Solarmodule hängen hinter den umfunktionierten Trikes und Bobby-Cars. Die Fünftklässler durften es auf dem Schulhof ausprobieren, damit zu fahren. Im Naturwissenschaftsraum hatte Pädagogin Kerstin Trägenap-Zunkel für die Schülerinnen und Schülern unterdessen Experimente zur Solarenergie aufgebaut. Verdeutlicht wurde hier vor allem, dass die Menge des erzeugten Stroms davon abhängig ist, wie weit die Sonne entfernt ist. LED-Lampen sind die sparsamsten „Ihr seid quasi Energieexperten“, begrüßte Achim Büchner die Fünftklässler. „Jeder von Euch hat täglich mit Energie zu tun, deshalb sprechen wir heute darüber.“ Aufstehen, hinsetzen, hüpfen, drehen. Büchner ließ sein Publikum zunächst Körperenergie auftanken, um dann den Übergang zu finden. Vom Urknall über die Atmosphäre ging es hin zu den wenig umweltfreundlichen Energieerzeugern wie Erdöl, Kohle und den erneuerbaren Energien. Was sie selbst tun können, um die Erde zu retten, das wussten die meisten Fünftklässler sehr wohl. „Das Licht nicht so lange brennen lassen“ oder „das Wasser während des Zähneputzens abdrehen“. Und dann sind da ja auch noch der Kippschalter und die Stand-by-Funktion bei der Stromzufuhr. Den allermeisten war zudem klar, dass LED-Lampen die sparsamsten sind.

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