0
Anmutig: In den Leistungsriegen der TuS Helpup wird auf hohem Niveau geturnt. Zu welchen Leistungen sie fähig sind, zeigen die Mädchen zur Musik von „Mr. Sandman“. - © Knut Dinter
Anmutig: In den Leistungsriegen der TuS Helpup wird auf hohem Niveau geturnt. Zu welchen Leistungen sie fähig sind, zeigen die Mädchen zur Musik von „Mr. Sandman“. | © Knut Dinter

Oerlinghausen Helpuper feiern ihre neue Turnhalle

Übergabe: Das neue Gebäude fördert den Spaß am Sport, das Gemeinschaftsgefühl im gesamten Verein TuS Helpup und wirkt sich prägend auf das Ortsbild aus

Knut Dinter
12.05.2019 | Stand 12.05.2019, 16:05 Uhr

Oerlinghausen. „Eine gelungene Sache“, „supertoll“, „ein Schmuckstück“ – für die neue Turnhalle an der B 66 in Helpup gab es viele lobende Worte. Am Samstag wurde die Sportstätte – als Ersatz für die Halle am Kopphof offiziell übergeben. Es folgte das traditionelle Schauturnen der der Turnabteilung in der TuS Helpup. Der Abschied von der alten Halle stimme ihn schon etwas wehmütig, bekannte der TuS-Vorsitzende Bernhard Pehle. „Dort habe ich als Kind Turnen gelernt.“ Doch sei ihr Zustand am Ende nicht mehr hinnehmbar gewesen. Es habe sich dann herausgestellt, dass ein Neubau sogar wirtschaftlicher sei als eine Renovierung. „Die Halle ist an dieser Stelle, unmittelbar neben der Doppelturnhalle, richtig aufgehoben“, erklärte Pehle. Der Verein insgesamt rücke mehr zusammen. „Wir freuen uns einfach, dass die Halle da ist, es ist ein richtiges Schmuckstück geworden.“ Diskussionen über den richtigen Standort Bürgermeister Dirk Becker erinnerte an die langwierigen Diskussionen über den richtigen Standort. Der Beschluss des Jahres 2016, neben der bestehenden Halle zu bauen, sei letztlich die beste Lösung gewesen. Becker dankte der Grundschule und der Kirchengemeinde für die gute Kooperation, den Ratsmitgliedern für die Bereitschaft, 1,6 Millionen Euro zu investieren und dem Verein für die Geduld. Denn der ursprüngliche Zeitplan von einem Jahr Bauzeit wurde wegen der stark überlasteten Baufirmen nicht eingehalten. „Aber es hat ja geklappt, nur ein bisschen später“, sagte Becker. Dem Architekten Falko Biermann dankte er für seine Ideen und seinen Einsatz, basierend auf „einer gewissen Liebe zu Oerlinghausen“. „Wir haben versucht, auch das Umfeld zu berücksichtigen, denn die Halle prägt nach außen den gesamten Ort“, verdeutlichte Biermann. „Farbe, Materialien und Höhe passen sich dem Umfeld an.“ Ökologisch gebaut Nicht sichtbar seien die zahlreichen Aspekte ökologischen Bauens. So sei auf dem Dach Photovoltaikanlage vorhanden, die neuartigen Fenster dienten der Wärmedämmung und die Auslässe erspare eine zusätzliche Belüftung. In der Halle werden vornehmlich die Mitglieder der Turn-, der Tischtennis- und der Korbballabteilung trainieren. „Mit der gefundenen Lösung, den Geräteraum von beiden Seiten nutzen zu können, sind wir sehr zufrieden“, erklärte Tanja Tilleke, die Leiterin der Turnabteilung. „Die Halle ist sehr schön und supertoll geworden.“ Richard Lege und Wolfgang Schulze von der Tischtennisabteilung äußerten sich ähnlich. „Jetzt können endlich auch die Damen duschen“, sagte Lege. Auf die offizielle Übergabe hatten die TuS-Mitglieder schon lange gewartet, um nach dreieinhalb Jahren wieder ein Schauturnen anzubieten. „Wir wollen zeigen, wie viel Spaß der Sport in der TuS Helpup macht“, sagte Tanja Tilleke. An dem zweistündigen Programm in der Doppelturnhalle waren 150 Vereinsmitglieder beteiligt. Tanzen wie ein Flummi „Wir sind aus weichem Gummi und tanzen einen Flummi“, hieß es bei der Kinderturngruppe, die Leistungsriegen bewegten sich anmutig zum Lied „Mr. Sandman“ und der Kursus „Rückenfit“ stellte Übungen mit dem Ball vor. Im schnellen Wechsel wurden die Schwebebalken aufgebaut sowie die Matten für die Turnerinnen und die Ju-Jutsu-Darbietungen ausgebreitet. Die Seniorinnen führten einen „Schwedentanz“ vor, die Mittwoch-Truppe setzte das Motto „We Like To Move“ um und für ihre Salti und Luftschrauben ernteten die Leistungsriegen viel Applaus des Publikums. Als Überraschungsgäste traten 14 männliche TuS-Mitglieder auf, die als Omas und Opas verkleidet, die Hits ihrer Jugend wieder aufleben ließen. Beim Finale fanden sich sämtliche Mitwirkenden zur mitreißenden Musik „YMCA“ zusammen. Tanja Tilleke verheimlichte keineswegs, dass der Nachmittag auch als Werbung gedacht war. „Die Turnabteilung hat für jeden etwas“, sagte sie.

realisiert durch evolver group