Das neue Zentrum: Zum ersten Mal ist der neugestaltete Rathausplatz zum Zentrum einer Veranstaltung geworden. Das Rathaus ist weihnachtlich beleuchtet, und durch die gleich aussehenden Buden entsteht eine gemütliche Atmosphäre. Und genau damit hebt sich nach Ansicht von Wolfgang Pierel von der Werbegemeinschaft der Bergstädter Weihnachtsmarkt von anderen ab. - © Kristian Hoffmann
Das neue Zentrum: Zum ersten Mal ist der neugestaltete Rathausplatz zum Zentrum einer Veranstaltung geworden. Das Rathaus ist weihnachtlich beleuchtet, und durch die gleich aussehenden Buden entsteht eine gemütliche Atmosphäre. Und genau damit hebt sich nach Ansicht von Wolfgang Pierel von der Werbegemeinschaft der Bergstädter Weihnachtsmarkt von anderen ab. | © Kristian Hoffmann

Oerlinghausen Neues Konzept hat sich bewährt

Weihnachtsmarkt: Der Name „Bergstadt-Advent“ braucht noch etwas, um sich durchzusetzen. Im Gespräch mit der NW wird nur von Weihnachtsmarkt gesprochen

Oerlinghausen. Das neue Konzept des Weihnachtsmarktes war ein Erfolg. Das bestätigt auch Kristian Hoffmann, der das Projekt des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, der dabei vom Marketingverein unterstützt wurde, geleitet hat. „Von der Arbeitsgruppe aus haben wir uns zwar noch nicht getroffen, so dass ich jetzt nur meine persönliche Einschätzung abgeben kann, aber ich denke, dass die anderen es ebenso sehen“, sagt er. Hoffmann ist der Überzeugung, dass die Konzentration des Weihnachtsmarktes auf den Rathausplatz der Veranstaltung gut getan hat. „Es stimmt natürlich, dass der Simonsplatz jetzt abgekoppelt ist. Das tut mir und dem Orgateam auch wirklich leid, aber es gibt einfach nicht genug Interessenten, um genügend Buden bis zum Simonsplatz zu bespielen“, sagt er. Und wenn nur alle 30 Meter eine Bude aufgestellt werden würde, wäre das der Attraktivität und der Atmosphäre des Marktes auch nicht zuträglich. »Der Marketingverein leistet einen wertvollen Beitrag« Bereits beim ersten Mal habe sich die Zusammenstellung der Buden auf dem Rathausplatz unter dem großen Weihnachtsbaum bewährt. „Zwar gab es dort auch Gelegenheiten, etwas zu essen und zu trinken, doch die haben wir bewusst an den Rand verlegt“, sagt Hoffmann. „Den Schwerpunkt auf dem Platz bildeten die Buden der Lions, der Rotarier und der Kunsthandwerker. Froh und dankbar sei das Orgateam dem Marketingverein, der mit der Finanzierung der einheitlichen Buden für ein ebensolches Bild gesorgt habe. Allenthalben gut angekommen ist die neue Weihnachtsbeleuchtung mit den Herrnhuter Sternen. Um diese Beleuchtung einsetzen zu können, wurden die Stadtwerke mit ins Boot geholt, die in den Masten der Straßenbeleuchtung Steckdosen einbauten. „Dadurch wurden die Geschäftsleute und Hauseigentümer entlastet, von denen bisher der Strom für die Weihnachtsbeleuchtung gestellt wurde“, sagt Hoffmann. Allerdings hat auch er Bergstädter gehört, die es bedauerten, dass die Weihnachtsbeleuchtung an die Straßenbeleuchtung gekoppelt ist. „Die hätten die Weihnachtsbe-leuchtung gern schon früher eingeschaltet.“ Im Nachgang sollen jetzt Gespräche mit den Stadtwerken geführt werden, ob es in dieser Hinsicht Möglichkeiten gibt. „Wenn sich das allerdings nicht ändern lässt, verzichte ich lieber auf eine Stunde Beleuchtung am Nachmittag, als das Ganze rückgängig zu machen“, sagt Kristian Hoffmann. Eines allerdings soll sich in diesem Jahr ändern: Die Aktivitäten des Weihnachtsmarktes an der Rathausstraße sollen verstärkt und stärker beworben werden. "Mehr Kunsthandwerk wäre wünschenswert“ Der Amtsgarten hingegen soll nicht als Parkplatz ausgewiesen werden. „Es gibt genug Parkplätze an den Schulen – und die werden auch gut angenommen“, sagt Hoffmann. Der Amtsgarten soll am Freitag und am Samstag den Bürgern vorbehalten sein, die in der Stadt shoppen wollen.“ Grundsätzlich positiv ist das neue Konzept auch von der Werbegemeinschaft aufgenommen worden. Deren stellvertretender Vorsitzender Wolfgang Pierel sagte im Gespräch mit der Neuen Westfälischen: „Die Freitagsöffnung ist eine Bereicherung. Gar nicht einmal so sehr aus Sicht des Einzelhandels, aber vom Aufbau und vom Nutzen her. Es ist eine schöne Einstimmung.“ Er habe auch nichts Negatives darüber gehört, dass die Stadt bereits am Freitag gesperrt worden sei. Insgesamt habe der Weihnachtsmarkt gewonnen, weil er kompakter geworden ist. „Jetzt muss noch an der Qualität der Stände geschraubt werden. Zu essen und zu trinken gibt es genug. Mehr Kunsthandwerk wäre wünschenswert“, sagt Pierel. Und wenn es an der Rathausstraße noch ein paar mehr interessante Stände gebe, werde sich der Rundlauf über den gesamten Markt schon einstellen.

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