Soll saniert werden: Die Bruchsteinmauer, die den Weberpark zur Detmolder Straße hin abgrenzt, ist marode. Deshalb ist der Bürgersteig seit langem gesperrt. Die Investorengruppe will das ändern und die Mauer abstützen. Der Park soll in Gänze erhalten bleiben. - © Gunter Held
Soll saniert werden: Die Bruchsteinmauer, die den Weberpark zur Detmolder Straße hin abgrenzt, ist marode. Deshalb ist der Bürgersteig seit langem gesperrt. Die Investorengruppe will das ändern und die Mauer abstützen. Der Park soll in Gänze erhalten bleiben. | © Gunter Held

Oerlinghausen Die Mauer am Weberpark bleibt

Stadtbild: Die Investorengruppe, die das Ceweco-Areal erworben hat, möchte „einen schönen Park schaffen“. Die Bruchsteinmauer wird abgestützt

Gunter Held
09.01.2019 | Stand 08.01.2019, 17:32 Uhr

Oerlinghausen. Das Ceweco-Gebäude an der Detmolder Straße, die benachbarte Villa und der Weberpark sind von einer Investorengruppe erworben worden. Zu diesem Ensemble gehört auch das Grundstück an der Detmolder Straße, das die Stadt vor einigen Jahren erworben hatte, um dort Parkplätze zu schaffen. Es sind das Stück Parkmauer, das mit rot-weißen Baken abgesperrt ist, und etwa fünf Meter des dahinterliegenden Parks. Jetzt gehört alles wieder einem Eigentümer oder vielmehr einer Eigentümergemeinschaft. Stellt sich die Frage, ob dort nun tatsächlich Parkplätze entstehen sollen. „Nein“, sagt Günter Weigel. Der Geschäftsführer der Lippe Tourismus und Marketing GmbH gehört zur Investorengruppe, die das Objekt erworben hat. „Es werden dort keine Parkplätze entstehen“, sagt er. „Wir werden aber selbstverständlich unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Die Mauer wird abgestützt werden. Dafür gibt es auch eine Zustimmung der Oberen Denkmalbehörde aus Münster, deren Mitarbeiter sich die Mauer in der Bergstadt angesehen haben.“ Zugang zum Park Dass die Investorengruppe Abstand nimmt von dem alten Plan, dort Parkplätze einzurichten, dürfte etliche Oerlinghauser freuen. Besonders der Naturschutzbund (NABU) Oerlinghausen hatte sich im Jahre 2013 dafür stark gemacht, die rund 100 Jahre alte Trauerbuche zu erhalten. „Wir wollen einen schönen Park schaffen“, sagt Weigel. Und der Park soll nicht nur für die Kinder der Kindertagesstätte und die Gäste der Tagespflegeeinrichtung, beides wird von der Arbeiterwohlfahrt betrieben, zugänglich sein. Durch das alte weiße Tor links vom Ceweco-Gebäude soll auch die Öffentlichkeit weiterhin Zugang zum Park haben. „Wir müssen allerdings an einigen Stellen noch Schutzmaßnahmen bauen, damit die Kinder nicht zu Schaden kommen“, sagt Weigel. Aber das sei auch schon mit den entsprechenden Stellen abgesprochen. Betroffen sein dürfte der Brunnenschacht direkt am Eingang. Gebäude wird entkernt Laut Weigel steht der Park den Oerlinghausern weiterhin offen. Aus Verkehrssicherungsgründen hätten zwar einige Bäume gefällt werden müssen, das aber habe noch die Stadt gemacht. „Das, was jetzt noch erledigt werden muss, machen wir auf unsere Kosten“, sagt Weigel. Zu konkreten Plänen, wie das Innere des Ceweco-Gebäudes einmal aussehen wird, wollte Günter Weigel sich noch nicht äußern. „Ich kenne das Gebäude noch aus meiner Kindheit und bin dort auch zum Zahnarzt gegangen. Und in diesen vielen Winkeln und Halbgeschossen würde ich mich heute wohl noch genau so verirren wie damals. Es werden wohl erst einmal alle nicht tragenden Wände herausgerissen, das Gebäude also nahezu entkernt. Wie es dann weitergeht, werden wir sehen. Das dauert noch etwas.“

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