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Frohe Botschaft: Anke Recklies von der Bezirksregierung Detmold überreicht Bürgermeister Dirk Becker im Trauzimmer des Rathauses die Bewilligungsbescheide. Helmut Holthöfer, Technischer Leiter des Fachbereichs 4 bei der Stadt (r.), zeigt ein Modell, wie der Rathausplatz nach den Bauarbeiten aussehen könnte. - © Karin Prignitz
Frohe Botschaft: Anke Recklies von der Bezirksregierung Detmold überreicht Bürgermeister Dirk Becker im Trauzimmer des Rathauses die Bewilligungsbescheide. Helmut Holthöfer, Technischer Leiter des Fachbereichs 4 bei der Stadt (r.), zeigt ein Modell, wie der Rathausplatz nach den Bauarbeiten aussehen könnte. | © Karin Prignitz

Oerlinghausen Geld für die Stadtentwicklung in der Südstadt

Vertreterin der Bezirksregierung bringt Bewilligungsbescheide persönlich nach Oerlinghausen. Erster Betrag soll in die Rathausplatzgestaltung fließen

Karin Prignitz
14.07.2017 | Stand 13.07.2017, 18:19 Uhr

Oerlinghausen. Ein bisschen war es wie Weihnachten und das „Geldgeschenk“, das Anke Recklies aus Detmold mitgebracht hatte, durchaus üppig. „In Relation zur Größe der Stadt ein ansehnlicher Betrag“, bestätigte die Abteilungsdirektorin für regionale Entwicklung, Kommunalaufsicht und Wirtschaft bei der Bezirksregierung. Und die Förderung für gleich zwei städtebauliche Konzepte durchzubekommen, „das ist ebenfalls nicht Usus“. Anke Recklies verkündete Bürgermeister Dirk Becker die frohe Botschaft, dass insgesamt 406.000 Euro an Fördergeldern fließen werden. Investiert werden soll das Geld zum einen in das Entwicklungskonzept für die Innenstadt, um deren Attraktivität zu steigern. Finanziert werden sollen damit außerdem Maßnahmen für das „KlimaQuartier Südstadt“. Von den insgesamt 35 Millionen Euro, die im Regierungsbezirk für die Städtebauförderung vergeben werden, „sollen nicht nur die großen Städte profitieren, sondern auch kleinere Kommunen“, verwies Anke Recklies auf das Teilhabeprinzip. Wichtig sei, „etwas Attraktives auf die Beine zu stellen“. Eingebettet in den Regionalplan sei gerade die Quartiersentwicklung ein elementares Thema. 48 der 70 Städte und Gemeinden im Regierungsbezirk hätten unter 20.000 Einwohner. „Sie sind die prägenden Säulen.“Quartiersbüro als feste Anlaufstelle Sie zu erhalten, auszubauen und zukunftsfähig für die nächsten 20 Jahre zu machen, müsse das Ziel sein. Damit einhergehen müsse, dass sich die Menschen mit dem, was umgesetzt werde, identifizieren könnten, und dass ihnen nicht einfach irgend etwas übergestülpt werde. Integrative Entwicklungskonzepte, wie sie in Oerlinghausen gefahren würden, also „Maßnahmen, die aufeinander aufbauen“, seien sinnvoller als Einzelmaßnahmen und das frühere Gießkannenprinzip. „Im Regierungsbezirk haben wir damit schon gute Erfolge gehabt.“ Wenn Vielfalt und Dialog ermöglicht würden, „dann ist jeder Cent super angelegt“, betonte Recklies. Dirk Becker berichtete, dass es in Sachen Innenstadtkonzept bereits eine Reihe von Überlegungen gebe. Ähnlich wie in der Südstadt hatte es auch hier Bürgerforen gegeben. Bevor investiert werde, solle aufeinander aufbauend konzeptionell gearbeitet werden, sagte Becker. Zu den zwingenden Maßnahmen gehöre die Frage, wie man den Ladenleerständen begegnen könne. „Hier gibt es eine Reihe von ersten Überlegungen.“ Die ersten Euro der Fördergelder sollen in die Gestaltung des Rathausplatzes fließen. Derzeit wird dort für die Jibi-Erweiterung gebaggert und gebaut. Nach der Fertigstellung soll der Rathausplatz zum zentralen Begegnungsort in der Stadt werden. Mit Wasser, Spielgeräten und vielem mehr. „Außerdem sollen hier künftig mehr Veranstaltungen stattfinden“, betonte Dirk Becker. Er berichtete außerdem von einer möglichen Fläche für einen Mehrgenerationenspielplatz hinter der ehemaligen Fröbelschule. Beim „KlimaQuartier“-Konzept in der Südstadt sollen mit Hilfe der Fördergelder Straßen, Wegen und Plätzen sowie Grünflächen aufgewertet, der private Gebäudebestand umstrukturiert und modernisiert werden. Außerdem sollen öffentliche Gebäude saniert und Missstände beseitigt werden. Dirk Becker nannte als Beispiele öffentliche Begegnungsräume, das Schaffen von Wegeverbindungen und einen Abenteuerspielplatz. Auch soll es ein Quartiersbüro als feste Anlaufstelle geben. Der Bürgermeister kündigte an, dass es am 3. September ein Klimaquartierfest geben wird, bei dem über Fördermöglichkeiten beispielsweise für Hausbesitzer berichtet wird. „Entscheidend ist“, betonte Becker, „dass der Stadtteil aufgewertet wird.“

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