Bereitet die Vor- und Frühgeschichte auf: Marcus Coesfeld (Mitte) ist neuer Leiter der Museumspädagogik im Archäologischen Freilichtmuseum. Museumsleiter Karl Banghard (l.) freut sich über die Unterstützung, Geschäftsführer Klaus Stein weiß um die Notwendigkeit. FOTO: GUNTER HELD - © Gunter Held
Bereitet die Vor- und Frühgeschichte auf: Marcus Coesfeld (Mitte) ist neuer Leiter der Museumspädagogik im Archäologischen Freilichtmuseum. Museumsleiter Karl Banghard (l.) freut sich über die Unterstützung, Geschäftsführer Klaus Stein weiß um die Notwendigkeit. FOTO: GUNTER HELD | © Gunter Held

Oerlinghausen Marcus Coesfeld ist der neue Museumspädagoge

Archäologisches Freilichtmuseum: Der Gesamtschul- und Gymnasiallehrer schätzt die besondere Herausforderung bei der Arbeit in einem Museum. Er will noch mehr Besucher anlocken

Gunter Held

Oerlinghausen. Das kleine, aber feine Archäologische Freilichtmuseum der Bergstadt arbeitet überaus erfolgreich. Pro Jahr besuchen das Museum am Barkhauser Berg 35.000 Menschen. Die Hälfte von ihnen sind Schüler. Auf die Frage nach dem Einzugsgebiet nennt Museumsleiter Karl Banghard das Paderborner Land, Südniedersachsen, Nordhessen, das Münsterland und – Helgoland. „Leider kommen nur wenige Schulklassen aus Lippe“, sagt Banghard bedauernd. In den Regiopolen würden sich immer weniger Menschen für das Museum interessieren, aber „in den ländlichen Regionen gewinnen wir“, sagt Banghard Und weil so viele Kinder das Museum besuchen, nimmt die Arbeit der Museumspädagogik eine wichtige Stelle ein. Die wurde bisher von Jutta Deitermann ausgefüllt, die nach 28 Jahren Arbeit für das Museum in den Ruhestand geht. Ihr Nachfolger ist Marcus Coesfeld. Der gebürtige Dortmunder ist 29 Jahre alt und hat in Bochum Deutsch und Geschichte auf Lehramt für Gesamtschulen und Gymnasien studiert. Nach seinem Referendariat 2013 bis 2015 in Dortmund wollte er noch ein anderes Berufsumfeld kennenlernen und begann ein wissenschaftliches Volontariat im Westfälischen Landesmuseum für Archäologie in Herne. „Der Lehrerberuf ist für mich zwar immer noch interessant, aber die Arbeit im Museum ist schon etwas Besonderes. Schon allein, weil die Kinder freiwillig hier sind.“ Sein Arbeitsfeld empfindet er als komplex. Zunächst möchte er die Inhalte didaktisch aufbereiten und einen noch besseren Überblick bieten. Durch kompetenzorientierte Ansätze und stärkeren Bezug auf die Kernlehrpläne möchte Coesfeld auch Schulen zurückgewinnen, die seit einiger Zeit das Museum nicht mehr besuchen. Dabei ist das Nacherleben archäologischen Handwerks ein zentrales Thema. Das sei auch das, was das Museum ausmache, sagt Banghard. „Andere können superschön ausstellen, aber wir können ein Feuerchen machen.“ Auch Geschäftsführer Klaus Stein ist sicher, aus den 40 Bewerbern den Richtigen herausgesucht zu haben. „Wir brauchen einen guten Pädagogen.“

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