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Langjährige Mitgliedschaft: Dieter Kochsiek (3. v. l.) und Franziska Teckentrup (2. v. r.) werden für ihre Treue zur CDU geehrt. Es gratulieren (v. l.) Stadtverbandsvorsitzende Angelika Lindner, die Vorstandsmitglieder Stephan Heidbrink und Antje Maske, Bundestagsabgeordneter Cajus Caesar und Vorstandsmitglied Hans-Josef Hünerbein. - © Gunter Held
Langjährige Mitgliedschaft: Dieter Kochsiek (3. v. l.) und Franziska Teckentrup (2. v. r.) werden für ihre Treue zur CDU geehrt. Es gratulieren (v. l.) Stadtverbandsvorsitzende Angelika Lindner, die Vorstandsmitglieder Stephan Heidbrink und Antje Maske, Bundestagsabgeordneter Cajus Caesar und Vorstandsmitglied Hans-Josef Hünerbein. | © Gunter Held

Oerlinghausen Christdemokraten ehren treue Mitglieder

Stadtverband: Die Oerlinghauser CDU bedauert das Ergebnis der Bürgermeisterwahl. Sie sieht aber Ansätze zur guten Zusammenarbeit mit Dirk Becker

Gunter Held
26.10.2015 | Stand 25.10.2015, 21:20 Uhr

Oerlinghausen. Bei der Mitgliederversammlung der CDU Oerlinghausen am Freitag im Hotel Mügge ehrte Vorsitzende Angelika Lindner sechs Christdemokraten. Allerdings waren Michael Smolnik und Gert Vogelsänger, die beide seit 40 Jahren der CDU angehören, ebenso verhindert wie Ralf Struthoff (30 Jahre) und die 92 Jahre alte Lucia Heinrichs, die seit 20 Jahren Parteimitglied ist. Gekommen waren Dieter Kochsiek, der der Partei seit 40 Jahren angehört und Franziska Teckentrup, die seit 35 Jahren dabei ist. Während Lindner die Urkunden überreichte, heftete CDU-Bundestagsabgeordneter Cajus Caesar, den beiden die Anstecknadeln ans Revers. Es sei in der heutigen schnelllebigen Zeit wichtig, solch treuen Mitgliedern auch Anerkennung zu erweisen, sagte Angelika Lindner. Teckentrup war bereits im Alter von 14 Jahren in die Junge Union eingetreten. Im Laufe ihrer Parteizugehörigkeit hat sie sowohl den Stadtverband geführt, als sich auch als Stadträtin engagiert. Den Stadtverbandsvorsitz hatte auch Dieter Kochsiek für zwei Jahre inne. Außerdem war er lange Jahre Mitglied der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke, "als dort noch alles friedlich war", warf er ein. Caesar berichtete von seiner Arbeit in Berlin, stellte die Bedeutung des Mittelstandes heraus und merkte an, dass aktuell die Arbeitslosigkeit die geringste seit der Wiedervereinigung sei. Außerdem berichtete er, dass er sich mit Erfolg dafür einsetze, dass Geld für Lehre und Forschung ausgegeben werde. "Das kommt auch hier in Lippe an. Die Hochschule in Detmold hat vom Bund 40 Millionen Euro bekommen", sagte Caesar. Auch das Thema Flüchtlinge sprach er an und bewertete es, wie viele andere auch, als große Herausforderung. Er sagte auch, dass die Kapazitäten, um Flüchtlinge aufzunehmen, endlich seien. Dabei sprach er sich dafür aus, die finanziellen Anreize zurückzuführen: "Kein Taschengeld, sondern nur noch Sachleistungen. Wer nicht politisch verfolgt wird, soll sofort abgeschoben werden." Dazu sei es auch notwendig, unangekündigte Kontrollen durchzuführen, weil die Flüchtlinge sonst eben nicht da wären. In ihrem Bericht über die Bürgermeisterwahl machte Angelika Lindner deutlich, dass die CDU die ehemalige Bürgermeisterin 16 Jahre lang "aus vollem Herzen unterstützt" habe. "Die Niederlage tut uns sehr leid." Sie bekräftigte, dass die CDU auch mit dem neuen Bürgermeister Dirk Becker gut zusammenarbeiten wolle, und da seien auch schon gute Ansätze erkennbar. In Gesprächen mit der Fraktion soll jetzt ausgelotet werden, wo es Berührungspunkte gibt. Ebenso sagte sie, dass die von der CDU abgelehnte Bebauung des Höhne-Geländes jetzt wohl die erste Hürde genommen habe. Es sei allerdings noch nicht klar, ob sich die Bezirksregierung noch einschalten werde. Dass der Jibi-Markt erweitert werden soll und Rossmann in größere Räume zieht, wertete sie als positiv. "Da entsteht ein Synergieeffekt, das wird ein Gewinn für die Kernstadt."

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