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Die Detmolder Staatsanwaltschaft. - © Bernhard Preuss
Die Detmolder Staatsanwaltschaft. | © Bernhard Preuss

Lügde Missbrauchsfall Lügde: Ermittlungen vor dem Abschluss

Erol Kamisli
26.11.2019 | Stand 26.11.2019, 07:05 Uhr

Lügde/ Detmold. Die Ermittlungen im Missbrauchsfall Lügde gegen zwei Polizeibeamte und sechs Mitarbeiter der Jugendämter im Kreis Hameln und Lippe dauern an, „doch ein Abschluss der Ermittlungsverfahren ist absehbar", sagt Oberstaatsanwalt Ralf Vetter. Er hoffe, dass innerhalb der kommenden Monate alle ausstehenden Ermittlungsverfahren abgeschlossen werden könnten. „Dann wird sich entscheiden, ob weitere Prozesse stattfinden", so Oberstaatsanwalt Vetter. Er sei sich bewusst, dass die langen Ermittlungen auch eine Belastung für die Beschuldigten seien, diese lasse sich aber nicht vermeiden, wenn man die Verfahren rechtsstaatlich aufklären wolle. Auch im Fall des verschwunden Koffers, der mit 155 CDs aus den Räumlichkeiten der Kreispolizeibehörde Lippe verschwunden war, werde weiter ermittelt. „Wir haben immer wieder mal Hinweise erhalten, aber der entscheidende Tipp war leider bisher nicht dabei", sagt Oberstaatsanwalt Vetter. Weitere Verfahren eingestellt In den vergangenen Wochen waren zwei weitere Verfahren im Zusammenhang mit dem Missbrauchsfall eingestellt oder zurückgezogen worden. Die Detmolder Staatsanwaltschaft hatte die Revision wegen fehlender Erfolgsaussichten gegen die Bewährungsstrafe von Heiko V. zurückgezogen. Zudem wurden die Ermittlungen gegen eine Opfermutter eingestellt. Der Hauptbeschuldigte Andreas V., der im September wegen schweren sexuellen Missbrauchs zu 13 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt wurde, hatte Anzeige gegen eine Opfermutter erstattet und behauptet, dass sie rund 2.500 Euro „Schweigegeld" vom ihm gefordert habe.

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