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Die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete, Am Großen Holz, ist derzeit belegt. - © Birgit Guhlke
Die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete, Am Großen Holz, ist derzeit belegt. | © Birgit Guhlke

Leopoldshöhe Gemeinde bereitet sich auf ukrainische Geflüchtete vor

Der Wohnungsmarkt ist angespannt, die Unterkünfte der Gemeinde sind belegt. Runder Tisch Asyl appelliert an Vermieter.

Birgit Guhlke
08.03.2022 , 07:23 Uhr

Leopoldshöhe. Noch sind in der Gemeinde keine Ukrainer angekommen, die vor dem Krieg in ihrem Land flüchten. Verwaltung und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Runden Tischs Asyl rechnen aber damit, dass Kriegsflüchtlinge auch bald nach Leopoldshöhe kommen werden. Sie unterzubringen, wird aber schwierig. Deshalb richten Verwaltung und Ehrenamtliche einen Appell an die Vermieter in der Gemeinde.

Heidrun Bode gehört zu den ehrenamtlichen Helfern des Runden Tischs Asyl, der Geflüchtete beim Ankommen und Bleiben unterstützt. „Entsprechend ihrer jeweiligen Größe sind überall in NRW Gemeinden verpflichtet, Asylsuchende aufzunehmen“, teilt sie in einem Schreiben mit. In Leopoldshöhe sei es stets erklärtes Ziel gewesen, dass Geflüchtete – insbesondere Familien – nicht auf Jahre in Übergangswohnheimen isoliert leben, „sondern einbezogen in das gesellschaftliche Leben sind“.

Das sei bislang auch immer gelungen, angesichts der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt werde es aber immer schwieriger. Selbst vielfältig integrierte Geflüchtete, die bereits eine Arbeit gefunden hätten, lebten teils noch in einer vom Sozialamt gemieteten Wohnung, weil sie keine andere finden. Dabei könnten diese Wohnungen helfen, Neuankömmlinge unterzubringen.

Neben den regulären Zuweisungen Asylsuchender hat die Gemeinde seit Jahresbeginn auch afghanische Ortskräfte und ihre Familien aufgenommen. Nun führe der Krieg in der Ukraine zu weiterem Bedarf. Gemeinsam mit dem Sozialamt appellieren die Ehrenamtlichen vom Runden Tisch nun an die Vermieter, jetzt oder in Kürze frei werdenden Wohnraum an die Gemeinde Leopoldshöhe oder auch an die Geflüchteten direkt zu vermieten. Wer Wohnraum zur Verfügung stellen möchte, wird gebeten, sich an das Sozialamt zu wenden, bei Fachbereichsleiterin Andrea Rodekamp, Tel. (0 52 08) 99 13 10, Mail A.Rodekamp@Leopoldshoehe.de, oder bei Annika Rempel, Tel. (0 52 08) 99 13 11, Mail A.Rempel@Leopoldshoehe.de. Weitere Infos hat zudem Heidrun Bode, Mail info@leo-asyl.de. Die Kreisverwaltung hat unterdessen eine Servicestelle für Zugewanderte eingerichtet. Sie richtet sich an Menschen, die aus welchen Gründen auch immer nach Lippe gekommen sind und Beratungsbedarf haben. Als Ansprechpartner steht Teamleiter Armin Schauf, Tel. (0 52 31) 62 14 90, Mail A.Schauf@kreis-lippe.de zur Verfügung. Weitere Informationen zur Servicestelle Einwanderungsmanagement gibt es im Netz.

www.kreis-lippe.de/einwanderungsmanagement

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