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An der Bushaltestelle „Am Plaßgraben“ gibt es auf einer Seite kaum Platz für die Fahrgäste, ein Unterstand fehlt auch. - © Birgit Guhlke
An der Bushaltestelle „Am Plaßgraben“ gibt es auf einer Seite kaum Platz für die Fahrgäste, ein Unterstand fehlt auch. | © Birgit Guhlke

Leopoldshöhe Bus-Haltestelle in Schuckenbaum soll sicherer werden

SPD beantragt eine Verlegung der Haltestelle "Am Plaßgraben" um 180 Meter. Das ist aber vermutlich nicht nötig.

Birgit Guhlke
11.02.2022 , 07:41 Uhr

Leopoldshöhe. Die Situation an der Bus-Haltestelle „Am Plaßgraben“ an der Felix-Fechenbach-Straße ist problematisch. Auf der Fahrbahnseite auswärts warten die Fahrgäste auf einem schmalen Schotterstreifen auf den Bus. Das Gelände dort ist zudem abschüssig. Die Haltestelle gegenüber, Richtung Schul- und Ortszentrum, hat einen Unterstand. Die SPD-Fraktion hat einen Antrag gestellt, die Haltestelle auszubauen und somit sicherer zu machen. Dafür schlägt sie vor, die Haltestelle etwa 180 Meter auswärts zu verlegen. Das muss aber möglicherweise gar nicht sein.

Bereits im August hatte sich die SPD mit einem entsprechenden Antrag darum bemüht, die Situation an der Haltestelle zu entschärfen. Seinerzeit ging es um eine Querungshilfe an der Stelle sowie um ein Verkehrszeichen, das auf Kinder und Schulweg hinweist. Die Haltestelle werde überwiegend von Schulkindern genutzt.

Es besteht Handlungsbedarf

Zwischenzeitlich habe ein Ortstermin mit der Straßenverkehrsbehörde stattgefunden. Das Ergebnis: Es gebe Handlungsbedarf an dieser Straße. Weil sich die beanstandete Haltestelle nicht auf einer Fläche befindet, die der Gemeinde gehört, hatte die SPD die Verlegung vorgeschlagen. Etwa 180 Meter auswärts, Richtung Kreisel, gebe es eine geeignete Fläche im Gemeindebesitz, wo auch ein Wartehäuschen hinpasst und ein barrierefreier Ausbau möglich sei, wie Andreas Brinkmann (SPD) während des Ausschusses für Straßen, Plätze und Verkehr erklärte.

Prinzipiell sehen auch die anderen Fraktionen hier Handlungsbedarf, mit dem Verschieben der Haltestelle konnten sie sich aber nicht recht anfreunden. Der vorgeschlagene Standort sei zu weit weg – auch vom Schulzentrum, sagte Heidrun Bode (Grüne). Außerdem sei das Wegekonzept für das Baugebiet Brunsheide Süd-Ost noch nicht klar, das müsse auf jeden Fall abgestimmt werden.

In dem neuen Quartier Brunsheide geht es auch darum, nicht nur auf Autoverkehr zu setzen, sondern den Bewohnern Alternativen zur Mobilität anzubieten – den öffentlichen Personennahverkehr beispielsweise. Der müsse unkompliziert erreichbar sein. Von der Haustür zur Bushaltestelle maximal 300 bis 400 Meter, das sei die Empfehlung, erklärte Heidrun Bode.

"Das ist eher ein Randstreifen für Leute, die eine Panne haben"

Auch Michael Berg (CDU) wollte das Wegekonzept erst abwarten, bevor über eine Verlegung entschieden werde. „Das ist eher ein Randstreifen für Leute, die eine Panne haben“, sagte Lukas Klöpping (SPD). Er wollte wissen, ob es nicht doch möglich sei, von dem Grundstücksbesitzer am jetzigen Standort Fläche für einen Ausbau zu kaufen.

Das wiederum sei gar nicht zwingend nötig, erklärte Ulrich Offel für die Verwaltung. Seiner Einschätzung nach sei ein Ausbau mit Winkelstützen möglich. Will die Gemeinde allerdings eine Förderung für den Ausbau bekommen, könne sie nur rund 20.000 Euro pro Haltestelle ausgeben. Eine Querungshilfe müsste die Gemeinde komplett selbst bezahlen. Stichtag für einen Förderantrag, den er stellen wolle, sei der 1. Juli. Fördermittel seien dann im Jahr 2023 verfügbar. Ansonsten verschiebe sich alles um ein weiteres Jahr.

Der Ausschuss favorisierte schlussendlich „die Variante Offel“, wie Vorsitzender Frank Keminer sagt. Die Verwaltung solle für die nächste Sitzung Kosten und Zahlen zusammenstellen. Dann sei auch der städtebauliche Wettbewerb Brunsheide beendet, und es läge ein Wegekonzept vor.

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