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Die Kassenzettel eines Tages haben Tatjana Dietrich und ihre Kollegen in einem Karton unter der Kasse gesammelt. Verständnis für die Pflicht, einen Kassenzettel auszudrucken, hat sie nicht. - © Gunter Held
Die Kassenzettel eines Tages haben Tatjana Dietrich und ihre Kollegen in einem Karton unter der Kasse gesammelt. Verständnis für die Pflicht, einen Kassenzettel auszudrucken, hat sie nicht. | © Gunter Held

Leopoldshöhe Bonpflicht ärgert Händler und Kunden

Seit drei Wochen muss für jeden noch so kleinen Einkauf ein Kassenzettel ausgedruckt werden. Besonders lästig ist das in Bäckereien, wenn nur ein Brötchen gekauft wird.

Gunter Held
22.01.2020 | Stand 21.01.2020, 18:24 Uhr

Leopoldshöhe / Oerlinghausen. Was für ein Quatsch – das ist zusammengefasst die Ansicht von Mitarbeitern in Bäckereien, wenn die Sprache auf die Bonpflicht kommt. Seit Beginn des Jahres ist der Einzelhandel verpflichtet, nach jedem Kauf einen Kassenzettel auszudrucken. Das gilt auch für Bäckereien und den Imbiss um die Ecke. „Wir sammeln die Kassenzettel, die die Kunden nicht mitnehmen wollen in einem Karton unter der Kasse", sagt Tatjana Dietrich, die im Bäckerei-Café Kriemelmann an der Hauptstraße in Oerlinghausen arbeitet. Der Karton ist so voll, dass er keine neuen Zettel mehr aufnehmen kann. „Das Ergebnis eines Tages", sagt Dietrich. Und das sei nicht einmal Altpapier, sondern müsse als Restmüll entsorgt werden. Der Grund dafür ist, dass in Registrierkassen Thermopapier benutzt wird. Und das enthält gesundheitsschädigende Chemikalien.

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