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An der Herforder Straße liegt das Gelände, auf dem der Johanneshof mit etwa 25 Wohnungen entstehen soll. Während eines Ortstermins ging es um die Frage, wo die künftigen Bewohner mit dem Auto am besten auf das und von dem Gelände fahren sollen – am Standort der Fotografin oder in Höhe des Autos links an der Jahnstraße. - © Birgit Guhlke
An der Herforder Straße liegt das Gelände, auf dem der Johanneshof mit etwa 25 Wohnungen entstehen soll. Während eines Ortstermins ging es um die Frage, wo die künftigen Bewohner mit dem Auto am besten auf das und von dem Gelände fahren sollen – am Standort der Fotografin oder in Höhe des Autos links an der Jahnstraße. | © Birgit Guhlke

Leopoldshöhe Diskussion um die geeignete Zufahrt am Johanneshof

Kommunalpolitiker geben eine Empfehlung ab, wo die künftigen Bewohner der gut 25 Wohnungen im Mehrgenerationen-Wohnprojekt auf das Gelände fahren sollen.

Birgit Guhlke
28.11.2019 | Stand 28.11.2019, 16:48 Uhr

Leopoldshöhe. Die ersten Pläne für den künftigen Johanneshof auf dem ehemaligen Gelände der katholischen St.-Johannes-Baptist-Kirche an der Herforder Straße sind vorgestellt. Das Verfahren für das Mehrgenerationen-Wohnprojekt läuft. Während eines Ortstermins berieten Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter, wo die künftigen Bewohner am besten auf das und von dem Gelände herunter fahren sollten. Einstimmigkeit gab es bei dieser Entscheidung nicht. Auf der im Bereich des Ortszentrums verkehrsberuhigten Herforder Straße herrschte während des Termins des Ausschusses für Straßen, Plätze und Verkehr gut Betrieb. Das war für Axel Meckelmann (CDU) der Beleg dafür, dass der Antrag von CDU und Bündnis 90/Die Grünen richtig war, sich die Situation erst noch einmal anzuschauen, bevor über die Zufahrt zu dem Parkplatz des künftigen Johanneshofes entschieden werde. Staus Für Axel Meckelmann ergab sich deutlich, dass es besser sei, die „Zuwegung etwa 100, 150 Meter weiter Richtung Schuckenbaum“ zu verschieben – und nicht kurz hinter der Sparkasse Lemgo anzulegen. Es komme vor allem zu Hauptverkehrszeiten immer wieder zu Staus und Stockungen. Es sind Autofahrer, die von den Parkplätzen der Sparkasse oder des Supermarktes kommen und sich in den Verkehr einfädeln wollen, Tempo 30, Fahrbahnverengung, Fußgängerüberweg. All das spreche dafür, die neue Zufahrt an der Jahnstraße zu planen. Auch um die Situation auf der viel befahrenen Straße „zu entspannen“. Dafür spreche auch, dass die Parkplätze für Johanneshof-Bewohner mit Behinderungen eh im Bereich der Jahnstraße geplant seien. Schwerlastverkehr Andreas Brinkmann (SPD) stimmte bei dem Thema Verkehrsaufkommen auf der Herforder Straße zu. Seiner Einschätzung nach liege das aber daran, dass die Umgehungsstraßen „nicht wie gewünscht angenommen werden“. Auf der Herforder Straße, so seine Beobachtungen, fahren demnach nicht nur Lkw, die die Geschäfte und den Supermarkt vor Ort beliefern. „Da ist auch Schwerlastverkehr unterwegs.“ Und die paar Anwohner mehr, die nach dem Bau des Johanneshofes dort unterwegs seien, seien nicht das Problem. Solch eine zusätzliche Belastung sei auch an anderen Stellen in der Gemeinde verkraftet worden, an denen neu gebaut wurde. Axel Meckelmann entgegnete, dass beispielsweise die Einführung von Tempo 30 auf der Herforder Straße im Ortszentrum ja bereits Teil eines Verkehrskonzeptes gewesen sei. „Ich weiß nicht, was man da noch machen soll.“ Auch Klaus Fiedler (CDU) sah keine andere Möglichkeit mehr als Verkehrskontrollen in dem Bereich. „Sonst bleiben nur Sperren und Berliner Kissen.“ Verkehrszählung Jürgen Hachmeister (Grüne) schlug vor, dass die Gemeindeverwaltung an der Herforder Straße ein Zählgerät aufstellen solle, dass eine Woche lang Daten erhebt. Auch, um anhand genauer Zahlen weitere Schritte diskutieren zu können. Nach Abwägung des Für und Widers einer Zufahrt in Höhe der Jahnstraße sei auch die Fraktion der Grünen für diese Variante. Andreas Brinkmann (SPD) wiederum wolle „nicht noch mehr Verkehr in die Wohnquartiere leiten“. Mit 9 zu 6 Stimmen entschied sich der Ausschuss für die Empfehlung einer Zufahrt in Höhe der Jahnstraße. Die Entscheidung darüber steht nun im nächsten Hochbau- und Planungsausschuss an.

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