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Am Ende einer Gelbe-Säcke-Rolle hängt ein roter Zettel, mit dem eine neue Rolle bestellt werden kann. - © Bernhard Preuss
Am Ende einer Gelbe-Säcke-Rolle hängt ein roter Zettel, mit dem eine neue Rolle bestellt werden kann. | © Bernhard Preuss

Leopoldshöhe Leopoldshöher Müllgebühren sinken und steigen gleichzeitig

Kommunalpolitiker diskutieren im Umweltausschuss über Qualität der gelben Säcke.

Birgit Guhlke
25.11.2019 | Stand 25.11.2019, 16:20 Uhr

Leopoldshöhe. Die Abfallkalender werden in diesen Tagen verteilt, für die Entsorgung von Grünschnitt gibt es eine neue Option und die Gebühren für grüne und graue Tonne sind für das nächste Jahr festgesetzt. Diese Themen haben die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz während der jüngsten Sitzung behandelt. Kritik gab es an den gelben Säcken. Eine Rolle mit eben diesen Säcken warf Gerd Niemann (CDU) im Sitzungssaal auf den Tisch. Die Säcke aus dieser Charge seien überhaupt nicht zu verschließen, sagte Niemann und zeigte das an einem Beispiel. Das Material sei viel zu dünn, die Säcke würden schnell reißen. Das Bild von über die Straßen der Gemeinde rollende, leere Joghurtbecher und Milchkartons ist schnell skizziert. Kämmerer Uwe Aust sicherte zu, das an den Entsorgungsbetrieb Veolia weiterzugeben. Seit Anfang des Jahres ist Veolia auch in Westlippe für die Abfuhr der gelben Säcke zuständig. Die Umstellung funktionierte nicht geräuschlos, in Leopoldshöhe und Oerlinghausen blieben einige Säcke im Januar und Februar liegen. Säcke gibt es auch auf Bestellung Leopoldshöher können sich neue gelbe Säcke im Rathaus abholen, ein Hinweis, der bei einigen Ausschussmitgliedern zu Fragen nach alternativen Bestell- und Abholmöglichkeiten führte. Es gebe in jeder Rolle eine Bestellkarte, sagte Uwe Aust. Weitere Ausschussmitglieder bestätigten das. Das Unternehmen selbst hatte im Februar erklärt, dass Bürger die gelben Säcke auch per kostenloser Hotline bestellen können unter Tel. (08 00) 08 78 56 00 sowie per E-Mail unter de-ves-dispo-doerentrup@veolia.com Die Gebühren für die Abfuhr von Restmüll steigen, die für die Abfuhr von Bioabfall sinken im kommenden Jahr. Insgesamt blieben die Kosten für die Bürger in etwa gleich, sagte Ausschussvorsitzender Jürgen Hachmeister. So kostet eine 120-Liter-Tonne Biomüll 43 Euro, 2019 waren es 50 Euro. Für eine 120-Liter-Tonne für Restmüll zahlen die Leopoldshöher im nächsten Jahr 116 Euro, im vergangenen Jahr lag die Gebühr bei 110 Euro. Für die Grünschnittannahme soll es neue Säcke geben, die als sogenannte „Beistellsäcke“ verwendet werden dürfen. Der Ausschuss folgte der Beschlussvorlage der Verwaltung komplett und stimmte für die vorgelegte Gebührenkalkulation und die entsprechend neue Gebührensatzung.

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